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03.02.2012   Anna Weilberg

Im zugehörigen Heft-Artikel wird deutlicher, warum sich unsere Autorin gerade diese Tattoos ausgesucht hat.
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Na fein, das kommt mir sehr bekannt vor: der Schwarze Kanal kehrt zurück… Ich werde alt… verwunderte Grüße ...
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Das erste Motiv finde ich schon ok. Das letzte sieht aus wie ein mieses Japan-Schriftzeichen mit Haus-vom-Nikolaus ...
01.02.2012   victoria blocksdorf

kann ich mich leider nur anschließen - selbst ich als jemand, der sich nicht besonders gut in der materie "tattoo" ...
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Haben oder Sein: Installation von Herbert Moser

Haben oder Sein: Installation von Herbert Moser

24.08.2010 Autor: Nantjen Küsel

© Anja Koehler

 

Was definiert Dein Sein? Mit einer Installation auf Schloss Achberg versucht Herbert Moser, sich dieser Fragestellung anzunähern. Seine Arbeit verknüpft den realen mit dem virtuellem Ausstellungsraum.


»Wer viel Schätze anhäuft, hat viel zu verlieren«, sagt Laotse. »Wo kein echtes Selbst existiert, kann es auch keine Identität geben«, sagt Erich Fromm. Aus Licht geformt, ranken sich diese Sätze über eine Wand im Fürstenzimmer auf Schloss Achberg. Sie sind Teil der interaktiven Installation »Haben oder Sein« von Herbert Moser.

 

Für das Kunstwerk hat er zusammen mit Philipp Reichle ein generatives Computerprogramm entwickelt, das den realen mit einem virtuellen Ausstellungsraum verknüpft. So hat Moser zusätzlich zur Installlation im Fürstenzimmer die Website habenodersein.net angelegt. Dort können User die Entstehung der Lichtgrafik per Webcam live betrachten und anschließend selbst Statements an die Wand schreiben. Dazu wählen sie ein Statement aus und geben einen Kommentar per Mail ab oder stellen selbst eine These auf, die zu dem Thema passt. Aber auch die Schlossbesucher haben die Möglichkeit, sich am Kunstwerk zu beteiligen. Sie tippen ihre Gedanken in ein iPad vor Ort ein.

»In Echtzeit entsteht ein ornamentales Gebilde, gleich einem barocken Schnörkel«, sagt Moser. »Diesen Wachstumsprozess erleben die Besucher als evolutionären Vorgang, der zum Lesen, Nachdenken, Innehalten und Betrachten einlädt.«

 

Die Formensprache der Grafikmetamorphose hat Moser von barocken Zierschriften abgeleitet. Acht Grundformen werden nach Zufallsprinzipien in Form und Ausrichtung variiert. Dabei zeigt die Neigung der Formen an, ob sich der Kommentar auf den Standpunkt »Haben oder auf Sein« bezieht.

Technisch wurde die Installation unter anderem mit MySQL, AS3, PHP und AJAX realisiert. Die Installationsparameter wie auch die semantische Datenbank werden über ein Web-Backend gesteuert. Demnächst plant Moser noch einen Slider auf der Website zu installieren, damit die User zurückliegende Zeitpunkte erneut aufrufen und ansehen können.

 

 

Den virtuellen Blick in das Fürstenzimmer gibt es unter: www.habenodersein.net

 

 

 

Die Installation ist bis zum 1. Oktober im Schloss Achberg bei Ravensburg zu sehen:

 

© Anja Koehler

 

© Anja Koehler

 

 

 

 

 

 

 


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