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Relaunch: PAGE Online

Relaunch: PAGE Online

22.01.2010 Autor: Marek Rohde



Herzlich Willkommen! Gemeinsam mit den Hamburger Agenturen blackbeltmonkey
und SALON91 haben wir unsere Website komplett überarbeitet und freuen uns, Ihnen nun nicht nur ein neues Design, sondern auch etliche neue Features präsentieren zu dürfen.

Am besten klicken Sie sich gleich rein und entdecken die neuen Seiten Ihrer HomePAGE. Ja, Ihrer HomePAGE, denn neu ist zum Beispiel das PAGE-Portfolio-Angebot: Hier dreht sich alles nur um Sie und Ihre Arbeiten. In wenigen Schritten können Sie sich hier kostenlos ein individuelles Portfolio mit Arbeitsproben, Kontaktdaten und Kommentarsfunktion einrichten und sich der Szene, neuen Auftraggebern und Co-Workern präsentieren. Darüber hinaus stellen wir Monat für Monat in der Printausgabe das „Portfolio des Monats” sowie die 5 aktuellsten Einträge vor.

Neu ist auch die Flashbühne. Doch was es damit auf sich hat, das erläutert Ihnen Mike John Otto von blackbeltmonkey (im Bild: Marcellus Gau, Mike John Otto und Oliver Bentz) in folgendem Interview:



Interview

 

Mike John Otto von blackbeltmonkey, digital communication and design studio, über die Konzeption, die Flash-Inszenierungen und das Zusammenspiel von Design und Programmierung


PAGE: blackbeltmonkey ist bekannt für seine Marken- und Microsites. Was hat Euch daran gereizt, eine journalistische Website zu machen?
Mike John Otto:
Uns interessiert es, Marken und Produkte zu inszenieren und kreativ zu begleiten. PAGE ist eine starke Marke und ein starkes Produkt zugleich sowie als Sprachrohr der deutschen Kreativ-Szene sehr reizvoll als Kunde. Die Arbeit mit einer Redaktion ist dabei sicherlich eine Herausforderung, da die Bedürfnisse ganz andere sind als beispielsweise bei einer digitalen Kampagne für einen kommerziellen Kunden – etwa adidas. Es musste über die Zeit der ideale Workflow entwickelt werden, um die verschiedensten Anforderungen einfließen zu lassen – ohne dabei das Portal für den User mit unnötiger Schwere zu überladen. Für mich als Designer war es spannend, den PAGE-Relaunch zu begleiten, da ich in diesem Fall Gestalter und Konsument zugleich bin.

PAGE:
Ihr habt Euch für eine Flash-Bühne als integralen Bestandteil der Seite entschieden – wie seid Ihr darauf gekommen?

Mike John Otto: Wir wollten eine Site entwickeln, die nicht nur durch den redaktionellen Inhalt unterhaltsam und ansprechend ist, sondern – ähnlich dem gedruckten Heft – auch durch die Verpackung eine vielschichtige Zielgruppe anspricht: Kreative. Die Flashbühne übernimmt ähnlich dem Cover der Print-Ausgabe, eine Teaserfunktion für Topthemen oder Aktionen. Die Flashbühne fungiert als Microsite innerhalb der Seite, ähnlich einem Schaufenster für alle aktuellen Inhalte. Zudem bietet der Flashheader eine ideale Bühne für die Einbindung von Bewegtbild (siehe Video oben), das gerade bei einem Kreativportal wie PAGE Online eine wichtige Rolle spielt. Mit dem „Themen-Würfel“ geben wir dem User außerdem auf spielerische Weise einen schnellen und interaktiven Einsteig in die Seite. Uns war früh klar, dass wir bei dem Relaunch, Flash gezielt einsetzen würden, um auch eine emotionale Ansprache zu ermöglichen.

PAGE:
Während Ihr hauptsächlich für Design und Konzeption zuständig wart, wurde die Programmierung in Symfony von SALON91 übernommen. Wie lief die Zusammenarbeit? War die Einbindung von Flash in die CMS-Architektur eine besondere Herausforderung?
Mike John Otto:
Unsere Wahl für den Technikpartner fiel auf die Agentur SALON91, weil wir uns gut kennen und bereits bei ähnlichen Relaunch Projekten zusammen gearbeitet haben. Besonders bei Projekten, die vom Timing eng sind, bevorzuge ich es Partner oder Freie auf dem Projekt gut zu kennen. Die beiden Teams haben sich regelmäßig abgestimmt und bei Idee und Umsetzung eng zusammen gearbeitet. Nur wenn alle Disziplinen früh an einem Tisch sitzen, kann man auch Neues ausprobieren. Mit sechs Mitarbeitern hatten wir außerdem eine ideale Teamgröße und jeder wusste, was der andere gerade macht. Das erspart unnötige Meetings. Die Einbindung von einer Flashbühne in die CMS-Struktur von Simfony war anspruchsvoll, weil wir den Redakteuren die Pflege ihrer News und Artikel so einfach wie möglich machen wollten. Für einen Redakteur muss sich das CMS – egal ob er ein Html-Modul oder die Flashbühne befüllt – immer gleich schnell und einfach anfühlen.

 



Interview


SALON91, Gesellschaft für digitale Kommunikation mbH (im Bild: Joscha Rüdel, Stefan Schröter und Christian Darsow), über das Open-Source-Framework Symfony und agile Entwicklungsprozesse

 

PAGE: Die Umsetzung unserer Website war ziemlich komplex und aufwändig. Wie seid Ihr bei der Programmierung vorgegangen?
SALON91: Wir wurden bereits in der ersten Konzeptionsphase als technischer Berater hinzugezogen. In den ersten Gesprächen wurden die Anforderungen der Redaktion an ein neues Content-Management-System recht schnell klar. Nach einer Evaluierungsphase, in der wir unterschiedliche Open-Source Lösungen wie Typo3 oder Joomla! in Betracht zogen, zeigte sich, dass die Anforderungen auf eine individuelle Softwarelösung hinauslaufen würden. Dies ermöglichte natürlich konzeptionell völlig neue Möglichkeiten, da wir nicht den Beschränkungen von bestehenden Lösungen unterworfen waren.

PAGE: Ihr habt Euch für das Symfony Framework entschieden – warum? Welche Stärken gegenüber anderen Frameworks waren für Euch wichtig?
SALON91:
Wir haben hier in unserer Agentur eine sehr hohe Symfony-Expertise, da wir dieses Framework bereits für andere Kunden wie gloss postproduction, Kolle Rebbe oder Warner Bros. eingesetzt haben. Symfony ermöglicht einen agilen Entwicklungsprozess, so dass wir die Anforderungen der PAGE schnell in sichtbare Ergebnisse umsetzen und Missverständnisse sowie hinzugekommene Anforderungen frühzeitig identifizieren konnten. Die große Community, die in den letzen Jahren um das Symfony-Projekt entstanden ist, bietet außerdem ausgezeichnete Dokumentationen sowie viele Erweiterungen, die einen schnellen und pragmatischen Entwicklungsprozess überhaupt erst ermöglichen.

PAGE: Könnt Ihr rückwirkend sagen, was Euch am meisten Spaß gebracht hat?
SALON91: Ein Projekt dieser Größenordnung ist immer eine Herausforderung. Zu Projektbeginn war uns noch nicht vollständig klar, wo die Reise hin gehen wird. Gemeinsam mit blackbeltmonkey haben wir aber konzeptionell und technisch versucht neue Wege zu gehen, viel experimentiert und Lösungen immer wieder hinterfragt. Dieses Vorgehen ist für uns natürlich wesentlich spannender und macht schlussendlich den Reiz eines solchen Projektes aus.




Viel Spaß auf PAGE Online,
wünscht Ihr PAGE-Team

 


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