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07.02.2012   @ur_synchrights

Na, ja ... Kreation kann man zu diesem Klumpfuss-Design wohl nicht sagen. Und für knapp 60 Dollar so hässlich ...
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Klingt sehr spannend! Danke für den tollen Tipp!
06.02.2012   Kluge

Scheußlich, der Uhrenfreund wendet sich mit Schaudern ab...
03.02.2012   Anna Weilberg

Im zugehörigen Heft-Artikel wird deutlicher, warum sich unsere Autorin gerade diese Tattoos ausgesucht hat.
02.02.2012   mark

Out the money from art!
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PRO Organspende: Du bekommst alles von mir

PRO Organspende: Du bekommst alles von mir

11.05.2010 Autor: Sabine Danek

 

In Berlin kommt man an der PRO-Kampagne nicht vorbei - und das ist gut so: Auf Plakatwänden, an Bushaltestellen und auf einer 70 Meter hohen Riesenfläche am Potsdamer Platz setzen Stars wie Til Schweiger, Matthias Schweighöfer und Roland Emmerich sich für die Organspende ein. Eine beeindruckende Kampagne der Agentur Mooz, die so lifestylish wie eindringlich ist.

 

»Du bekommst alles von mir. Ich auch von dir?«, heißt der Slogan der Kampagne, die die Berliner Dependance der lettischen Agentur Mooz entwickelt hat. 

Es ist die erste bundesweite Kampagne des Deutschen Herzzentrums Berlin, unterstützt u. a. von der Deutschen Bahn, der TKK, Air Berlin –  und mit über 5000 Plakaten. Ein riesiges Projekt, das über mehrere Jahre angelegt ist und bei dem Til Schweiger, Matthias Schweighöfer, Roland Emmerich, Box-Weltmeister Arthur Abraham und Model Luca Gajdus zu den ersten Prominenten gehören, die für eine Organsspende werben.

Fast 99 Prozent der Menschen in Deutschland würden ein Spendeorgan akzeptieren, doch umgekehrt besitzen nur 14 Prozent einen Spenderausweis – und das soll PRO ändern. Aber auf keinem Fall auf der Betroffenheitsschiene, das ist Mooz CEO und Kreativdirektor Andris Eglajs wichtig. Ganz bewusst wird nicht auf die Tränendrüse gedrückt, sondern für eine Haltung plädiert. Für die, Füreinander da zu sein und sich solidarisch zu verhalten. Im Notfall nehmen zu können, aber eben auch zu geben. Sonst funktioniert das System der Organspende nicht. Oder nur so schlecht wie bisher: Mit viel zu vielen Patienten auf den Wartelisten und viel zu wenig bereiten Spendern.

Mooz will dabei weg von dem medizinischen Aspekt, hin zu einer engagierten Gesinnung, zu einem modernen und engagierten Lifestyle. Weg vom herkömmlichen Organspendeausweis, meist einem antiquierten Blatt Papier, hin zu einer kleinen blauen Karte, die sich gut im Portemonnaie macht. Und hin zu einem ganz besonderen Testament. Nicht Immobilien, Geld, das Auto oder der Schmuck werden darin vermacht, sondern etwas viel wertvolleres – die Organe.

Das Ziel, eine Solidargemeinschaft zu formen, in der jeder gibt, ist ein Anliegen, das ganz auf der Linie der lettischen Agentur liegt. »Wir wollen gesellschaftsverändernde Werbung machen«, sagt Andris Eglajs, ganz wie es ihnen in Riga, wo die Agentur 1995 als Zoom gestartet ist, bereits gelungen ist.

So spektakulär wie effektiv war ihre Kampagne gegen Raserei und Alkohol am Steuer, ein fataler lettischer Volkssport – bis Mooz Rollstuhlrennen mit Unfallopfern veranstaltete, Totengräber, Sanitäter und Verkehrspolizisten singen ließ und Tempo-Sündern einen Organspenderausweis mit dem Hinweis verpasste: »Bei vollem Verstand ist mir klar, dass früher oder später ein Unglück passieren wird.« Zufall, dass die Delikte rasant sanken? Zudem erfand die Agentur den »Schweinemann«, einen Menschen im Schweinekostüm, der im Parlament, auf der Straße, im Fernsehen und auf Events erfolgreich für saubere lettische Wälder wirbt. Weniger sozialpolitisch aber genauso hintersinnig war ihre Kreditkarten-Kampagne für ein Bankenkonsortium, bei der Mooz in Spots Taschendiebe aus ihrem Arbeitsalltag erzählen ließ und für die Pressekonferenz Diebe engagierte, die den Gästen und Journalisten das Geld aus der Tasche zogen.

In Riga 1995 als Zoom gestartet, hat Mooz den Namen gespiegelt, als sie 2007 in den deutschen Markt einstieg. PRO ist ihre erste große deutsche Kampagne, auf Jahre angelegt, da sich »Gesellschaft langsam verändert«, wie Andris Eglajs sagt, die aber jetzt schon sehr erfolgreich ist. Hunderte Mails erreichen die Agentur täglich, an dem Mauerstück am Potsdamer Platz füllen Passanten Ausweise aus, auf Facebook registieren sich Unterstützer, Wolfgang Joops Label »Wunderkind« wird auf der Pariser Fashion Week 2010 mit »I love PRO«-Shirts für die Kampagne werben, TV-Sender zeigen die »Making-ofs«.

 

Matthias Schweighöfer, Luca Gajdus, Roland Emmerich und Til Schweiger im »Making-of«:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PRO Kampagne am Potsdamer Platz

Spendenausweise am Mauerstück am Potsdamer Platz

 

 

 


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