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20.10.2014
Kölner Design Preis
Der Kölner Design Preis zeichnet am 30. Oktober die innovativsten Abschlussarbeiten der NachwuchsdesignerInnen aus.
17.10.2014
hw.d Design Camp
Kommenden Montag, 20.10., findet bei der Designagentur hw.d in München ein Designcamp zum Thema »Wie viel Mut braucht Design« statt:
17.10.2014
8. Forum Mediendesign in Köln
Design-Experten präsentieren ihre Projekte zum Thema »Design prägt« am 8. November 2014 in Köln an der Rheinischen Fachhochschule:
17.10.2014
TYPO Berlin 2015 »Character«
Bei der jährlich stattfindenden Designkonferenz dreht sich im kommenden Jahr alles um die Muskulatur der Psyche:
16.10.2014
PepsiCo ist Red Dot: Client of the Year 2014
Geschmack, der überzeugt: Mit dem Lebensmittelkonzern PepsiCo wird erstmals ein Unternehmen aus den USA Red Dot: Client of the Year.
15.10.2014
Wettbewerbe 2014
ADC, DDC oder TDC: Dieses Jahr stehen noch einige Deadlines für diverse Wettbewerbe an – in unserer Liste gelb markiert:
15.10.2014
OpenHouse Lecture mit Ralf Grauel
Am kommenden Montag, 20. Oktober, hält Journalist Ralf Grauel einen Vortrag über Storytelling an der MCAD School München:
15.10.2014
Save the date: Make Munich
Die Messe für Trends und Innovationen aus den Bereichen 3D-Druck, Do It Yourself und Hacking findet am 1. + 2. November statt:
15.10.2014
BVDW startet neue Runde Qualitäts­zertifizie­rung
Bis zum 31. Oktober können sich Agenturen mit den Geschäftsfeldern SEO, SEA und Affiliate Marketing für die Qualitätszertifikate bewerben:
14.10.2014
Das neue MMK 2 im TaunusTurm
Das MMK 2 feiert seine große Eröffnung am Samstag mit der Ausstellung »Boom She Boom. Werke aus der Sammlung des MMK«:
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20.10.14 / Neuss

Interface Designer/in

Dart Design Gruppe GmbH

20.10.14 / Lörrach

Packaging Designer/in

Glanzmann Schöne Design GdbR

20.10.14 / Fuschel am See (Österreich)

Adobe Air Mobile App Developer (m/w)

zooom productions GmbH

20.10.14 / Fuschel am See (Österreich)

Social Media Manager (m/w)

zooom productions GmbH

19.10.14 / Kempten

Grafik-Designer (m/w)

DACHSER GmbH & Co. KG

 
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Achim zu
Corporate Design für Restaurant Florent

Schön auch das handwerkliche Detail, dass die symmetrisch aufgebauten Motive nicht einfach nur geistlos gespiegelt sind.
16.10.2014
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Gonzo zu
BILD.MACHT.DESIGN - Veronika Illmer im Interview

Also ich lese tatsächlich keine Bild-Zeitung. Ich brauche meine Hirnzellen noch.
14.10.2014
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Marv zu
Gewinnspiel – PAGE verlost 3 Spiekermann-Bücher

Glückwunsch an alle Gewinner!
14.10.2014
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PAGE Redaktion zu
Gewinnspiel – PAGE verlost 3 Spiekermann-Bücher

Das Los hat über die Gewinner entschieden. Freuen dürfen sich: Manfred R. (36), Sebastian (67) und Martin (141). ...
13.10.2014
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Julia zu
Gewinnspiel – PAGE verlost 3 Spiekermann-Bücher

Und wer hat jetzt gewonnen?
10.10.2014
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CPU x Arbeit = 16 h

CPU x Arbeit = 16 h

05.12.2012 Autor: Jürgen Siebert

 

Immer zum Erscheinen der aktuellen Printausgabe der PAGE: »Die Fundstücke« von Jürgen Siebert. Freuen Sie sich über kühne Kommentare zu Trends, Entwicklungen, Ereignissen und dem ganz normalen Alltagswahnsinn eines Kreativen ... Heute: Die Bremse von morgen lauert in der Wolke.

 

Seit 28 Jahren arbeite ich täglich am Computer. Im Durchschnitt gönne ich mir alle zwei Jahre ein schnelleres Modell. Doch wird meine Geduld immer noch durch Wartezeiten auf die Probe gestellt: Ich fühle mich von der Maschi­ne ausgebremst. Ohne Frage habe ich während meines Berufslebens dank digitaler Rationalisierung enorm viel Zeit gewonnen ... beim Schreiben, Gestalten, Kommunizieren und Konsumie­ren. Indes scheinen höhere Ansprüche den Leistungszuwachs neuer Prozesso­ren gleich wieder einzukassieren. Mein Computer und ich schaffen nur selten 100 Prozent, gefühlt sind es 90 bis 95. Dauerhaft. Seit Jahren.

 

Meine Computerlaufbahn begann 1985 mit einem CP/M-­Schreibsystem einschließlich Drucker, das umgerechnet rund 1250 Euro kostete. Der Rechner verfügte über 256 Kilobyte RAM Hauptspeicher und ein 3-Zoll-Laufwerk, das auf jeder Diskettenseite 170 Kilobyte (= 0,17 Megabyte) Daten lesen und schreiben konnte. Ziemlich fortschrittlich zu jener Zeit: Rechner und Laufwerk waren im Monitorgehäuse untergebracht, ähnlich dem iMac, der 13 Jahre später herauskam. Es gab weder einen Ventilator noch eine Festplatte, also absolute Stille am Schreibtisch während des Arbeitens. Schnell war die Kiste auch, denn das 100 Kilobyte große Betriebssystem wurde nach dem Einschalten von der Diskette in das RAM geladen.

 

Ich schrieb anderthalb Jahre lang flotter als mit jeder Schreibmaschine davor. Ich musste keinen Text mehr ins Reine tippen, Kohlepapier war Schnee von gestern, und das Tipp-Ex-Fläsch­chen trocknete in der Schublade ein. Eigentlich konnte es für mich als Schrei­berling nicht mehr besser werden.
Ein paar Monate später saß ich bei PAGE in Hamburg an einem Apple Mac­intosh Plus mit 1 Megabyte RAM und einer externen 10-Megabyte-Festplatte. Die quietschte wie ein Ferkel, weswegen ich sie »Schweineplatte« taufte. Mein Bildschirm war kleiner als der grün-schwarze Vorgänger, lieferte allerdings schwarze Buchstaben auf weißem Grund. Noch mehr Augen­pulver: Er konnte Grafiken darstellen. Das Desktop-Publishing war geboren; zum Schreiben gesellte sich das Setzen von Textfahnen.

 

Die nächsten Jahre waren eine einzige Quälerei, weil die Leistung der Rechner immer den Wünschen der Sei­tenmacher hinterherhinkte. Nach dem Textsatz wollten wir Graustufenbilder bearbeiten und integrieren, danach Farbfotos. Während uns die Profis auslachten, übten wir uns in Geduld. Wir glaubten zu Recht an den Siegeszug des digitalen Publishings. Dafür wurden wir mit dem Anblick von Bomben (Absturz), Armbanduhren (Warten) und Sanduhren (in Arbeit) gefoltert.

Wie in einem Zeitlupenfilm mit wenig Handlung


Anfang der 1990er Jahre überholte das Computer-Publishing das tradi­tionelle. Setzereien und Reprobuden spiel­ten entweder mit oder mussten schließen. Parallel dazu saugte die büroweite Vernetzung der Arbeitsplätze die Power wieder auf, die die Computer gewonnen hatten. Große Dateien wurden im Team bearbeitet, man teilte sich einen Laserdrucker, bürointerne Nachrichten flossen durch das Netz, manche faxten sogar vom Arbeitsplatz ... alles ziemlich fortschrittlich, aber nur deshalb schneller, weil repetitive Prozesse wie Abtippen oder manuelle Korrekturen wegfielen. Gefühlt wähnte man sich in einem Zeitlupenfilm mit wenig Handlung. Ich sehnte mich nach meinem autarken Schreibarbeitsplatz anno 1985 zurück, ohne Netz und mit eigenem Drucker.

 

Der nächste Flaschenhals war das Internet. Je mehr es wuchs und uns bei der Arbeit half, umso schmerzhafter zehrten eingefrorene Browser, Anmeldeprozeduren, fette Bildda­tei­en oder Flash-Animationen an unserem Zeitkonto. Nach den bunten Bildern kamen Musik und YouTube dazu. Auch die Betriebssysteme wurden immer gefräßiger, weil sie mit 24 Bit Farbtiefe und gebürstetem Aluminium-Look vor Eitelkeit kaum laufen konnten.
Das weltweite Netz erleichterte den Zugriff auf Informationen ungemein. Wir versandten E-Mails, erledigten unsere Bankgeschäfte, luden uns Songs auf die Festplatte und sammelten Internet-Lesezeichen. Was irgendwann nerv­te: dass auf dem Rechner am Arbeitsplatz immer genau jene Mails, Fo­tos und Bookmarks nicht gespeichert waren, die uns am Abend zuvor daheim so viel Freude bereitet hatten. Die Arbeit an zwei Computern spaltete Datenbanken und Hirn gleichermaßen. Also schufen wir uns in der ersten Hälfte der 2000er Jahre einen Laptop als ständige Begleitung an. Der war inzwischen so leistungsfähig, dass man problemlos Grafikdesign da­rauf veranstalten konnte. Allerdings war Publishing schon längst keine datenintensi­ve Angelegenheit mehr, ver­gli­chen mit der Verwaltung unserer privaten Foto-, Musik- und Filmbibliotheken.


Die Bremse von morgen lauert in der Wolke


Nun sind wir im Jahr 2013 angekommen. Wird jetzt alles gut? Nicht unbedingt. Wir haben wieder mehr Gerä­-
te, Desig­ner mindestens drei: Rechner, Smartphone, Tab­let. Die Daten­ban­ken darauf – Adressen, Kalender, Fotos, Mails ... – wollen stets synchronisiert sein. Über die Cloud. Dazwischen füllen wir die gewonnene Zeit mit Internet-TV, Chats, Twitter, Facebook und Co, bis die Drähte glühen. In der Cloud. Softwarehersteller Adobe vermietet so­gar seine Publishingtools über seine Creative Cloud. Die Bremse von morgen lauert in der Wolke – jetzt, wo unsere Rechner endlich schnell genug sind.


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