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Das wahre Desktop-Publishing

Das wahre Desktop-Publishing

07.03.2012 Autor: admin

 

Immer zum Erscheinen der aktuellen Printausgabe der PAGE: »Die Fundstücke« von Jürgen Siebert. Freuen Sie sich über kühne Kommentare zu Trends, Entwicklungen, Ereignissen und dem ganz normalen Alltagswahnsinn eines Kreativen ... Heute: DTP.

 

Diese Zeitschrift gibt es nur, weil 1985 das Desktop-Publishing erfunden wurde. Ich weiß das, weil ich bei der Geburtsstunde von PAGE Hebamme war, in der ehemaligen Von-Eicken-Tabakfabrik in Hamburg-Eimsbüttel (Hoheluftchaussee 95). Unser Thema in den ersten drei Jahren war das »professionelle Publizieren mit dem Personal Computer«. Wir waren fasziniert von dieser Technik und überzeugt, trotz der Kritik der alten Setzerhasen: DTP wird sich durchsetzen.

 

Inzwischen ist viel Druckfarbe durch Heidelberg-Maschinen geflossen. Doch erst seit wenigen Wochen weiß ich, dass wir jahrelang die falsche Vokabel für die richtige Technik verwendeten. Desktop-Publishing war nichts ande­res als Desktop-PrePress. Mit Publi­zieren hatte die Erfindung von Aldus (Page­Maker), Adobe (PostScript), Lino­type (Satzbelichter) und Apple (Mac/LaserWriter) so wenig zu tun wie Fußballgucken mit Fußballspielen. Tatsäch­lich blieb das Geschäft des Verlegens weitgehend unberührt von der neuen Technik. Allein der Komfort, eine zukünftige Drucksache bereits am Bildschirm und im Laserdruck annähernd so zu sehen, wie sie später aus der Druckmaschine kommen sollte (What You See Is What You Get), hat uns dermaßen berauscht, dass wir Magazinmacher uns alle wie Verleger fühlten. »Jeder ein kleiner Gutenberg«, nannten wir das damals.

 

Über ein Vierteljahrhundert später hat Apple tatsächlich das Desktop-Publishing erfunden – und das gewaltig. Auf einer als »Education Event« getarn­ten Präsentation in New York stellten die Kalifornier ein Tool vor, das iBooks Author heißt und das Erstellen multimedialer E-Books für den Unterricht an Gymnasien und Hochschulen erleichtern soll. Vier eingeweihte Lehr­buch­verlage zeigten erste Ergebnisse dieser Technik, wissenschaftliche Bücher mit 3-D-Grafiken, Videos, Bildergalerien und interaktiven Fragebogen. So weit die offizielle Apple-Kulisse.

 

Wie bei solchen Keynotes üblich, stürz­ten sich Kritiker und Medien als Erstes auf die Schwächen und Unge­reimt­heiten des Systems. Die einen zer­pflück­ten die Lizenzbedingungen, andere kramten das übliche Monopolisten-Argument hervor. Nur sehr wenige durchschauten das Understatement, mit der die erste Apple-Keynote nach Steve Jobs’ Tod ein umwälzendes Industrieszenario andeutete. Manchem Verleger mit Durchblick gefror vielleicht auch das Blut in den Adern, andere – mit Weitblick – möchten eher als heute mit Apple kooperieren.

 

Das Unternehmen startet einen weiteren Frontalangriff auf einen Industriezweig: die Buchverlage. Wie der ausgehen wird, steht natürlich in den Sternen. Aber das Potenzial der iBooks-Umgebung ist hochbrisant. Ich persönlich sehe in der neuesten Apple-­Erfindung ein größeres revolutionäres Potenzial als im Desktop-Publishing der 1980er Jahre. Natürlich ist sie auch einseitig, gefährlich, diktatorisch – aber wen schert das, wenn es für jeden Men­schen erstmals die Möglichkeit gibt, ein Buch selbst zu schreiben, zu gestalten, zu bebildern und zu vertreiben?

 

Seit den Anfängen des Desktop-Publishing hat sich eine Menge getan im Hause Apple. Dies wird mit der Vorstellung der aktuellen iBooks-Infrastruktur besonders deutlich. Während Steve Jobs und John Sculley damals noch mindestens drei Partner brauchten, um die Killer-App für das Hardware-Doppel Mac/LaserWriter in die Welt zu setzen, und selbst der iPod nur gemeinsam mit der Musikindustrie erfolgreich werden konnte, benötigt man für die aktuelle Erfindung keinen Partner mehr: Der komplette Prozess des Büchermachens läuft in und auf den hauseigenen Kanälen. Dies ist geradezu gespenstisch.

 

Und so funktioniert es: Das Buch wird auf einem Mac mit dem kostenlosen iBooks Author zusammengebaut. Das Programm ist überaus leicht zu bedienen, weil es mit den vertrauten Mechanismen der Präsentationssoftware Keynote sowie den bekannten Tools eines Texteditors arbeitet. Ist das Buch fertig, drückt sein Schöpfer – wie beim Veröffentlichen einer App – den »Publish«-Knopf, und schon wandert das Werk in den von Apple betriebenen Buchladen iBooks. Dabei ist es egal, ob das Buch etwas kosten oder umsonst vertrieben werden soll. Wenige Stunden später ist es bereits im iTunes-Bücherstore verfügbar, fertig zum Download auf das von Apple millionenfach produzierte Lesegerät iPad; die Erweiterung der potenziellen Leserschaft um mehrere Hunderttausend iPhone-Besitzer hat eher politische als technische Gründe.

 

Apple ist es damit gelungen, eine Publishing-Brücke mit drei Pfeilern zu bauen: Erstellung, Veröffentlichung und Vertrieb. Aus der Sicht eines Autors macht die neue Buchpublishing-Schiene nicht nur den Verlag überflüssig, sondern den Buchhändler gleich mit ... ganz zu schweigen von Druckereien und anderen Zulieferern.

 

Und die ersten Bücher ohne Verlag sind bereits erschienen. Der österreichische Designer Markus Hanzer baute aus seinem einstündigen, üppig il­lus­trierten Vortrag auf der TYPO Berlin 2011 das 48-seitige Buch »Genesis. Schöpfungsgeschichten«, in welchem er den Wert und die Rolle von Gestaltung in der heutigen Gesellschaft genauer beleuchtet. Er vertreibt den Titel (dringende Leseempfehlung!) kostenlos, oh­ne Ver­lag, ohne Lektor, ohne Verhandlungen und ohne Druckerei – freier geht es nicht.

 


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