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26.11.2014
Korrektur »Die seltsame Orchidee«
Das von Katja Spitzer illustrierte »Tolle Heft« ist doch in jeder Buchhandlung erhältlich – die ISBN-Nummer steht jetzt im Artikel.
26.11.2014
Der erste »WaterColorBot«
Sein Nutzen ist fragwürdig, es sieht aber interessant aus wie der WaterColorBot digitale Artworks in Wasserfarbengemälde überträgt ...
26.11.2014
20 Jahre Freundeskreis des Hauses der Photographie
Der Freundeskreis feiert sein 20-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsprogramm am 5. + 6. Dezember in den Deichtorhallen Hamburg:
25.11.2014
Original Illustrationen von Felix Scheinberger
Ab sofort gibt es die Möglichkeit, Originalzeichnungen aus den Büchern des Illustrators online zu erwerben:
25.11.2014
Don’t Wake Daddy IX ab Samstag
Was soll man noch schreiben: Bereits zum 9ten Mal gibt es bei Feinkunst Krüger Europas schönste und größte Lowbrow Ausstellung
25.11.2014
Save the date: Markt der unabhängigen Verlage
»Andere Bücher braucht das Land 2014«: Am 6. und 7. Dezember findet in München der Markt + Ausstellung statt:
24.11.2014
Neptun Award 2014
Die Bewerbungsphase ist nun vorbei; der Gewinner wird beim großen Finale am 27. November bekanntgegeben.
21.11.2014
7. Hiscox Kunstpreis verliehen
Der Hiscox Kunstpreis 2014 in Höhe von 7.500 Euro wurde an die HFBK-Studentin Stella Rossié verliehen:
21.11.2014
Close Up! Junge Fotojournalisten für die 65. Berlinale gesucht
Vom 5. bis 15. Februar 2015 erhalten 13 junge Fotografen die Möglichkeit, sich während der Berlinale als Fotojournalisten auszuprobieren:
20.11.2014
muehlhausmoers gewinnt Gold bei den Pearl Awards 2014
Bei den diesjährigen Pearl Awards wurde das SPK-Magazin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) mit Gold ausgezeichnet.
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26.11.14 / Stuttgart

Assistenz der Geschäftsführung (m/w)

Strichpunkt GmbH

26.11.14 / Stuttgart, Berlin

Account Manager (m/w)

Strichpunkt GmbH

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Meiré GmbH und Co KG

25.11.14 / Stuttgart

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Milla & Partner GmbH

24.11.14 / Berlin, Köln, Aachen, München

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News
Carina zu
ADC Festival 2015 in St. Pauli: Creating the Digital Hype

Es wird ein Fest. Eine Ideenexplosion. Ich freu mich drauf.
25.11.2014
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Christopher zu
Plakatinvasion von Rocket & Wink

Kann mich da Sabine nur komplett anschliessen!
24.11.2014
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ursula strnad zu
Unsichtbares sichtbar machen: Geschäftsbericht von Strichpunkt

ein wunderschönes werk - die größere leistung ist aber, einen kunden zu finden, der diese aufwendige produktion ...
23.11.2014
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GBKSOFT zu
WEAVE goes PAGE

So it's basically for everyone?
17.11.2014
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Sabine zu
Plakatinvasion von Rocket & Wink

Die Kampagne für Fritzkola ist wirklich megamäßig. Auf solche Ideen muss man erst mal kommen. Das toppt wirklich ...
16.11.2014
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Das Wissen von vielen

Das Wissen von vielen

06.06.2012 Autor: Jürgen Siebert

 

Immer zum Erscheinen der aktuellen Printausgabe der PAGE: »Die Fundstücke« von Jürgen Siebert. Freuen Sie sich über kühne Kommentare zu Trends, Entwicklungen, Ereignissen und dem ganz normalen Alltagswahnsinn eines Kreativen ... Heute: »Das Internet tickt anders«

 

 

Bekanntlich gehöre ich nicht zu der Sorte Mensch, die glaubt, alles wer­de schlechter. Erst recht nicht, wenn es ums Internet geht. Denn dieses hat mir zum Beispiel den Weg zu einer aktuel­len, kostenlosen Enzyklopädie ge­eb­net, die in gedruckter Form einen teu­ren Regalmeter für sich beanspruchen würde. Mei­ne Briefmarken drucke ich selbst aus dem Netz, alte CDs und Unter­haltungselektronik verkaufe ich nicht auf Flohmärkten, sondern über Amazon oder eBay, neue Mu­sik landet auf Festplatten und wurde nie zuvor besser gefunden. Alles ein­facher, bil­liger, schnel­ler, nachhaltiger.

 

Mitte Mai führte ich auf der NEXT-Konferenz in Berlin kurz hintereinander zwei Gespräche mit Online-Unterneh­mern, die meine optimistische Grund­­einstellung ins Wanken bringen woll­ten. Der Erste, ein bis heute un­ver­ges­sener Dotcom-Glücksritter aus Hamburg, malte den Teufel in Form von Facebook an die Wand. Er glaubt, dass das Internet längst im Besitz von Mark Zuckerberg sei und dieser es mehrere Jahrzehnte beherrschen werde. Mein Einwand, dass die Erfahrungen eines reifen Unternehmers gegen diese stei­le These sprächen und ich die zurückliegenden Industrie- und Technologiejahre vielmehr als Sinuskurven wahrgenommen hätte, ließ er nicht gelten: »Das Internet tickt anders.«

 

Der Zweite, langjähriger »Ent­re­pre­neur with passion for mobile inno­va­tion«, auch aus Hamburg, ent­pupp­te sich als Verfechter der Schirr­mach­er’schen Payback-Theorie: Alles wird immer mehr und immer schneller, wir Menschen sind überfordert, und unser Denken verändert sich. Ich dagegen: Un­ser Gehirn ist unersättlich und begrüßt alle Kanäle, die es auf Trab halten. Wenn dazu noch eine Belohnung in Form von Aufmerksamkeit oder Social-Media-Bienchen winkt, ist dies der gesündeste Stress, den ein Mensch erleben kann. Kam nicht so gut an bei meinem Gegenüber ...

 

Zum Glück stand mir noch die NEXT-Abschlussrede bevor. Der US-ameri­ka­ni­sche Publizist und Philosoph David Wein­ber­ger, Mitautor des bekann­ten Cluetrain-Manifests, sprach über sein aktu­elles Lieblingsthema: die Neuor­ganisa­tion des Wissens durch das Internet. Sein Buch dazu heißt »Too Big to Know« mit dem rekordverdächti­gen Untertitel: »Rethinking Knowledge, Now That the Facts Aren’t the Facts, Experts Are Everywhere, and the Smar­test Person in the Room Is the Room«. Zu Deutsch etwa: Das Wissen überdenken, jetzt, wo die Fakten nicht mehr die Fakten sind, überall Experten lauern und der Clever­ste im Raum der Raum selbst ist.

 

Weinberger feiert den Hyperlink als die im wahrsten Sinne des Wortes weg­weisende Schaltstelle des Wissens. Dabei ist er sich durchaus bewusst, dass Verlinkung nur eine Technik ist und nicht automatisch für redaktionelle Qua­lität bürgt. Doch seine Devise lautet: »Weil vielen alles erlaubt ist, wird das System fruchtbar.« Er stellte als Beispiel die im Februar 2008 gestartete Plattform http://eol.org vor, die Encyclopedia of Life, mit Texten und Bil­dern aller Tier- und Pflanzenarten. An dem Projekt sind derzeit fünf bedeutende Institute beteiligt, darunter die Harvard University, das Field Museum in Chicago und der Missouri Botanical Garden. Aber auch die von Lai­en betreuten Wissensportale wie http://stackoverflow.com oder https://github.com hält der Internetexperte für frucht­bare Entwicklungen. Von den Initiato­ren solcher Plattformen könnten wir uns vier positive Trends abschauen: Bescheidenheit, Großzügigkeit, Annäherung sowie die Bedeutung des öf­fent­li­chen Lernens. Überhaupt: »Bildung soll­te in der Öffentlichkeit stattfinden«, so Weinbergers Wunsch für die kommenden Jahre. Ich glaube ja, es ist mehr als ein Wunsch – es ist unsere Zukunft.

 

Auch die öffentlich vergebenen Tags auf Flickr sieht David Weinberger als Be­reicherung. Zum Beweis warf er, ge­mein­sam mit dem Publikum, einen Blick auf die rund 60 Schlagwörter ei­nes Fotos, das die Library of Congress seit Januar 2008 über Flickr der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt hat. Es zeigt eine Arbeiterin 1942 in einer Flug­zeugfabrik in Burbank, Kaliforni­en. Unter den Tags sind Hinweise zur Frisur der Abgebildeten (coiff), zur In­dus­trie­kulturikone Rosie the Riveter oder zum Kleid der Arbeiterin (floral dress). »Vie­le Begriffe erscheinen im ersten Moment weit hergeholt, aber sie sind sinn­voll, weil viele Menschen unter­schied­liche Assoziationen beitragen und die Verschlagwortung am Ende brei­ter sein wird als die aus einer Hand oder von einem Bildredakteur.« Man fin­det diese Fotos heute viel schneller als früher in den aufwendig ver­schlag­worteten Schubladen der Bibliothek.

 

Allen Menschen, die sich von der Un­übersichtlichkeit des Netzes überfordert fühlen, lege ich Weinbergers Schlusswort ans Herz: »Messiness scales meaning«, was sich frei vielleicht mit »Unordnung transportiert Bedeutung« übersetzen lässt.

 

Jeder kann diesem Foto aus der US-Kongressbibliothek auf Flickr (www.flickr.com/photos/library_of_con
gress/2179930812/) Schlag­wörter hinzu­fügen – mit dem Ergebnis, dass mehr Mitwirken­­de mehr Details beisteuern und so den dokumen­tarischen Wert des Bildes steigern


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