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02.10.2014
Ostkreuz bei Arte
Am Sonntag, dem 5.10., und danach in der Arte-Mediathek gibt es eine spannende Reportage über die Fotografen der Agentur Ostkreuz.
02.10.2014
Stiftung Buchkunst
Neben den Ausstellungen »Buchkunst International« und »Die schönsten deutschen Bücher« dieses Jahr auf der Frankfurter Buchmesse
02.10.2014
MfG-Award '14 auf der Frankfurter Buchmesse
Der Designwettbewerb im Bereich Print stellt seine Gewinner auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse vor.
02.10.2014
National Geographic Photo Contest 2014
Das Magazin für brillante Momentaufnahmen geht mit seinem Photo Contest in eine neue Runde.
01.10.2014
Video: Meet your Microbes
Sie sind an deinen Händen, unter deinen Füßen, am ganzen Körper und sie können tausend Dinge: Eine Ode an die Mikrobe.
01.10.2014
Save the date: »Potretti. Contemporary Finnish Photography«
Die Ausstellung »Potretti« stellt ab Freitag anlässlich der Frankfurter Buchmesse sieben zeitgenössische Fotokünstler aus Finnland vor:
01.10.2014
Neuer Kompaktkurs »Service Design« an der TU Dresden
Wie man Dienstleistungen kundennah entwickelt und verbessert: Die Teilnehmer lernen die Methoden des Service Design Thinking kennen.
01.10.2014
Aktion: »Früher war ich eine Mülltonne ...
... heute bin ich voller Ideen!« Bis 31.12. kann man Ideen einsenden, die zeigen, wie man vermeintlichen Resten eine zweite Chance gibt:
30.09.2014
campus verlängert Einreichfrist
Noch bis zum 7. Oktober 2014 können Abschlussarbeiten aus den Bereichen Kommunikationsdesign, Mediendesign und Werbung eingereicht werden:
30.09.2014
Content Award 2014: Voting!
Am 12. November 2014 findet die Content Award Night statt, bei der der beste digitale Content der Stadt Wien gekürt wird:
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01.10.14 / München

Art Director (m/w)

Verlag Werben & Verkaufen GmbH

01.10.14 / Fuschel am See (Österreich)

PR / Communications Manager (m/w)

zooom productions GmbH

01.10.14 / Fuschel am See (Österreich)

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01.10.14 / Fuschel am See (Österreich)

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Social Media Manager (m/w)

zooom productions GmbH

 
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News
Johannes Thielen zu
Social Design by Apple

Gut beobachtet, das mit der Taschenuhr und der nervigen Geste des Aus-der-Tasche-Holens. Aber bei näherer ...
01.10.2014
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René zu
Gewinnspiel – PAGE verlost 3 Spiekermann-Bücher

Seine Begeisterung für Typografie und seine Kritik an die Helvetica Neue für iOS :)
29.09.2014
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Udo Brandhorst zu
Gewinnspiel – PAGE verlost 3 Spiekermann-Bücher

sein Herz für Typo
28.09.2014
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Marina Kranz zu
Gewinnspiel – PAGE verlost 3 Spiekermann-Bücher

Weil er seinen Kopf nutzt, und nicht wie viele, nur zur Schau trägt.
25.09.2014
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Christian Doering zu
Porträt: Jan Berg

Sehr toll!
23.09.2014
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Die Spiele und ihre Logos

Die Spiele und ihre Logos

05.09.2012 Autor: Jürgen Siebert

 

Immer zum Erscheinen der aktuellen Printausgabe der PAGE: »Die Fundstücke« von Jürgen Siebert. Freuen Sie sich über kühne Kommentare zu Trends, Entwicklungen, Ereignissen und dem ganz normalen Alltagswahnsinn eines Kreativen ... Heute: Das Olympia-Logo.

 

Am Ende entschieden die Bilder über den Erfolg der größten Sportveranstaltung der Welt. Sie hatten die Stär­ke, die Menschen zu begeistern. Alle fühl­ten sich als Sieger: das Internationa­le Olympische Komitee, London und die englischen Gastgeber. Es begann schon während der Spiele von London 2012. Selbst unerbittliche Kriti­ker zeig­ten sich auf einmal versöhnlich. Das voraus­ge­sag­te gro­ße Verkehrschaos blieb aus, die Wett­kämpfe waren fairer, span­nen­der und sauberer als erwartet, sogar das Wetter spielte mit. Dazu wa­ren die Fei­­­er­lichkeiten im Olym­pia­sta­dion nicht peinlich. Das musste selbst der gro­ße De­signer und Stilkritiker Jonathan Barn­brook über Twitter zugeben: »Ope­ning ceremony was superb. I real­ly enjoyed it. Just the right balance between spec­tacle, irony, entertain­ment & inclusiveness.« Und wie hat sich die vi­su­­elle Identität von London 2012 bewährt?

 

Vor den Spielen waren das Logo und die Typografie der Veranstaltung hefti­ger Kritik ausgesetzt. Ich habe das Logo im Fontblog seit seiner Vorstellung vor fünf Jahren verteidigt: »Das London-2012-Logo ist ein Spiel, durchdacht inszeniert, mit eingebautem Skandalpotenzial.« Tatsächlich sah das Konzept des Designbüros Wolff Olins ursprünglich vor, dass sich »die Jugend der Welt« des London-Logos bemächtigt, es neu interpretiert, mit ihm spielt, damit die Bindung zu den Spielen stär­ker werde. Leider wurde dieser Mitmach-Ast in den Monaten darauf von den Ver­anstaltern abgesägt.

 

Ein Olympia-Logo zu entwerfen ist der Traumjob für ein Designbüro – und gleichzeitig die Hölle. Als Gestalter kann man bezüglich seiner Reputa­tion nur verlieren. Die einen wollen Pinselstri­che, die anderen etwas Geo­metri­­sches, mal mehr Farbe, mal weniger, Sport­elemente ja oder nein, keine Heraldik, nichts Theatralisches ... Es muss auf T-Shirts gut aussehen und Plüschtier-kom­patibel sein. Experten behaupten, es habe in der Geschichte der Olympi­schen Spiele sowieso nur vier akzeptable Grafiklösungen gegeben. Diese tei­len sich in zwei Gruppen: die aus­geklü­gelten, über Jahre entwickelten Syste­me (Tokio 1964, München 1972) und die spontan-modischen Entwürfe, die bei Beginn der Spiele meistens schon wieder out of date sind (Mexi­co 1968, Los Angeles 1984).

 

Die britische Design Week lobte am Ende der Spiele die London-CI, weil sie herausfordernd und nützlich war: »Es klangen sowohl Dinge an, auf die wir Londoner stolz sind (Jugend, Energie, innovativer Spirit), aber auch Momen­te, die uns weniger stolz machen, wie Unordnung, Ruppigkeit und die Tat­sa­che, dass manches schlicht nicht funk­tioniert in dieser Stadt.« Auch der Designer des Rio-2016-Logos, Fred Gelli von der brasilianischen Agentur Tátil, zollt der Londoner Identität Respekt. Das kantige Logo und die Schrift dazu repräsentierten ein neues London, mit einer frischen und frechen Energie. Das sei gut rübergekommen. Für Rio habe es ein völlig anderes Briefing gegeben. »Da 2012 eine führende, wegweisende Industriemetropole der Aus­tragungs­ort war, stand das Rationale und Er­klärende im Vordergrund. In unserem Fall repräsentiert das Logo eine offe­ne, warme Kulturhauptstadt.«

 

Dem zerschmetterten Scherbenlogo von London setzen die Brasilianer ein fließendes Konzept entgegen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele wirbt ein 3-D-Logo für das Event, eine Logo-Skulptur. Die Inspiration lieferte ein Gebirgszug vor Rio de Janeiro, aus dem Tátil ein buntes End­losband aus drei verschmolzenen Tänzern formte. Mit viel Fantasie lässt sich auch das Wort Rio herauslesen. Weil das plastische Zeichen schwe­rer zu reproduzieren ist, soll es die Halt­barkeit über die kommenden vier Jahre garantieren. Im Sommer 2016 wird es dann, so die Vorstellung, auf dem Hö­hepunkt seiner Kraft angekommen sein und vor allem in den audiovisuel­len Medien – Fernsehen, Computer, Smartphone – Bestleistungen erzielen. Ein spannendes Konzept.

 

 


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