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16.09.2014
Redesign der Financial Times
Erstes Redesign der Print-Ausgabe seit 2007: Die Financial Times erschien am Montag im neuen Design mit modernerer Schrift.
16.09.2014
1. Bornheimer Designpreis 2014
Mode-, Schmuck- , Industrie-, Grafik-Designer oder Designstudenten sind eingeladen ihre neuesten Designkreationen vorzustellen:
16.09.2014
DUBL TRUBL im Urbanspree
Am Donnerstag gibt's im URBAN SPREE die Gruppenausstellung DUBL TRUBL – 90 Künstler haben 45 Kunstwerke geschaffen:
15.09.2014
Wettbewerb: Neues Symbol für »Speichern unter« gesucht
Die gute alte Floppy Disk hat ausgedient – wie könnte ein zeitgemäßes Symbol aussehen? Deadline: 30. September 2014
15.09.2014
Pictoplasma in Mexiko
Ab dem 19. September macht die Character-Ausstellung erstmals Halt im Museum for Contemporary Art MARCO in Monterrey, Mexiko:
15.09.2014
Saatchi & Saatchi-Recruiting-Veranstaltung
Am 26.09. laden Saatchi & Saatchi zu der Podiumsdiskussion »Werbung ist tot! Oder riecht sie nur komisch« in Berlin ein:
15.09.2014
»How Soon Is Now«
Die Ausstellung »How Soon Is Now« – 12. Sept. bis 15. Okt. 2014 – in Berlin greift Themen der Ausstellung »This Is Tomorrow« von 1956 auf.
12.09.2014
Portfoliosichtung in Hamburg
Am 8. November lädt der Freundeskreis des Hauses der Photographie e.V. erneut zur Portfoliosichtung ein, Anmeldung bis 25. Oktober:
12.09.2014
London Design Festival 2014
Morgen startet das London Design Festival, auf dem sich bis zum 21. September die internationale Kreativszene einfinden wird ...
12.09.2014
Verpackungsfrei Einkaufen in Kiel
Verpackungsdesign liegt ja gerade voll im Trend, wie es auch ohne geht, zeigt »Unverpackt Kiel«. Via Magazin für Restkultur:
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16.09.14 / Hamburg

Flash Designer (m/w)

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15.09.14 / Berlin

Professur Gestaltung von Print- und Online-Medien

Beuth Hochschule für Technik Berlin \"University of Applied Sciences\"

15.09.14 / Stuttgart

Senior Konzepter / Online (w/m)

Strichpunkt GmbH

14.09.14 / Düsseldorf

Project Manager Online (m/w)

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14.09.14 / Bodensee-Region

Projektmanager interaktive Lernprodukte tiptoi® (m/w)

Ravensburger Spieleverlag GmbH

 
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Lola zu
Gewinnspiel – PAGE verlost 3 Spiekermann-Bücher

In meinen Studiums (im Modul Typografie), habe ich mich eine zeitlang mit Erik Spiekermann befasst, als es darum ...
15.09.2014
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Apple Video – alles nur geklaut?

Da könnte man ja gleich behaupten, OK Go hätten von Felice Varini oder Axel Peemöller geklaut, denn neu ist der ...
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Gewinnspiel – PAGE verlost 3 Spiekermann-Bücher

Typo tYpo tyPo typO
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Apple Video – alles nur geklaut?

Das Intro von Apple bzw. TBWA ist dennoch emotionaler.
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Gewinnspiel – PAGE verlost 3 Spiekermann-Bücher

Hallo Erik, vielen Dank für die inspirierende Zusammenarbeit auf Audi (Du noch bei Meta, ich noch bei JvM) und ...
15.09.2014
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Die Spiele und ihre Logos

Die Spiele und ihre Logos

05.09.2012 Autor: Jürgen Siebert

 

Immer zum Erscheinen der aktuellen Printausgabe der PAGE: »Die Fundstücke« von Jürgen Siebert. Freuen Sie sich über kühne Kommentare zu Trends, Entwicklungen, Ereignissen und dem ganz normalen Alltagswahnsinn eines Kreativen ... Heute: Das Olympia-Logo.

 

Am Ende entschieden die Bilder über den Erfolg der größten Sportveranstaltung der Welt. Sie hatten die Stär­ke, die Menschen zu begeistern. Alle fühl­ten sich als Sieger: das Internationa­le Olympische Komitee, London und die englischen Gastgeber. Es begann schon während der Spiele von London 2012. Selbst unerbittliche Kriti­ker zeig­ten sich auf einmal versöhnlich. Das voraus­ge­sag­te gro­ße Verkehrschaos blieb aus, die Wett­kämpfe waren fairer, span­nen­der und sauberer als erwartet, sogar das Wetter spielte mit. Dazu wa­ren die Fei­­­er­lichkeiten im Olym­pia­sta­dion nicht peinlich. Das musste selbst der gro­ße De­signer und Stilkritiker Jonathan Barn­brook über Twitter zugeben: »Ope­ning ceremony was superb. I real­ly enjoyed it. Just the right balance between spec­tacle, irony, entertain­ment & inclusiveness.« Und wie hat sich die vi­su­­elle Identität von London 2012 bewährt?

 

Vor den Spielen waren das Logo und die Typografie der Veranstaltung hefti­ger Kritik ausgesetzt. Ich habe das Logo im Fontblog seit seiner Vorstellung vor fünf Jahren verteidigt: »Das London-2012-Logo ist ein Spiel, durchdacht inszeniert, mit eingebautem Skandalpotenzial.« Tatsächlich sah das Konzept des Designbüros Wolff Olins ursprünglich vor, dass sich »die Jugend der Welt« des London-Logos bemächtigt, es neu interpretiert, mit ihm spielt, damit die Bindung zu den Spielen stär­ker werde. Leider wurde dieser Mitmach-Ast in den Monaten darauf von den Ver­anstaltern abgesägt.

 

Ein Olympia-Logo zu entwerfen ist der Traumjob für ein Designbüro – und gleichzeitig die Hölle. Als Gestalter kann man bezüglich seiner Reputa­tion nur verlieren. Die einen wollen Pinselstri­che, die anderen etwas Geo­metri­­sches, mal mehr Farbe, mal weniger, Sport­elemente ja oder nein, keine Heraldik, nichts Theatralisches ... Es muss auf T-Shirts gut aussehen und Plüschtier-kom­patibel sein. Experten behaupten, es habe in der Geschichte der Olympi­schen Spiele sowieso nur vier akzeptable Grafiklösungen gegeben. Diese tei­len sich in zwei Gruppen: die aus­geklü­gelten, über Jahre entwickelten Syste­me (Tokio 1964, München 1972) und die spontan-modischen Entwürfe, die bei Beginn der Spiele meistens schon wieder out of date sind (Mexi­co 1968, Los Angeles 1984).

 

Die britische Design Week lobte am Ende der Spiele die London-CI, weil sie herausfordernd und nützlich war: »Es klangen sowohl Dinge an, auf die wir Londoner stolz sind (Jugend, Energie, innovativer Spirit), aber auch Momen­te, die uns weniger stolz machen, wie Unordnung, Ruppigkeit und die Tat­sa­che, dass manches schlicht nicht funk­tioniert in dieser Stadt.« Auch der Designer des Rio-2016-Logos, Fred Gelli von der brasilianischen Agentur Tátil, zollt der Londoner Identität Respekt. Das kantige Logo und die Schrift dazu repräsentierten ein neues London, mit einer frischen und frechen Energie. Das sei gut rübergekommen. Für Rio habe es ein völlig anderes Briefing gegeben. »Da 2012 eine führende, wegweisende Industriemetropole der Aus­tragungs­ort war, stand das Rationale und Er­klärende im Vordergrund. In unserem Fall repräsentiert das Logo eine offe­ne, warme Kulturhauptstadt.«

 

Dem zerschmetterten Scherbenlogo von London setzen die Brasilianer ein fließendes Konzept entgegen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele wirbt ein 3-D-Logo für das Event, eine Logo-Skulptur. Die Inspiration lieferte ein Gebirgszug vor Rio de Janeiro, aus dem Tátil ein buntes End­losband aus drei verschmolzenen Tänzern formte. Mit viel Fantasie lässt sich auch das Wort Rio herauslesen. Weil das plastische Zeichen schwe­rer zu reproduzieren ist, soll es die Halt­barkeit über die kommenden vier Jahre garantieren. Im Sommer 2016 wird es dann, so die Vorstellung, auf dem Hö­hepunkt seiner Kraft angekommen sein und vor allem in den audiovisuel­len Medien – Fernsehen, Computer, Smartphone – Bestleistungen erzielen. Ein spannendes Konzept.

 

 


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