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31.07.2014
Braucht die Welt einen deutschen E-Book-Award?
Jürgen Siebert sagt: Leider ja. Via Fontblog:
30.07.2014
Kunstakademie Stuttgart: Workshop »Testgelände«
Vom 27. - 29.10.2014 findet der kostenlose Workshop für studieninteressierte Jugendliche im Alter von 16 bis 25 Jahren statt:
30.07.2014
Save the date: photokina 2014
Unter dem Motto »von Profis für Profis« findet die photokina 2014 vom 16. bis 21. September in Köln statt:
30.07.2014
Annual Multimedia Award verlängert Anmeldeschluss
Neuer Anmeldeschluss für den Wettbewerb ist der 25. August 2014. Weitere Infos und Wettbewerbe finden Sie hier:
29.07.2014
65 Gratis-Icons
Pavel Kozlov stellt dieses Icon-Set kostenlos zur Verfügung:
29.07.2014
Save the date: 4. Deutscher Designerkongress
»Lust & Last« – Unter diesem Motto findet der 4. Deutsche Designerkongress am 20. Oktober 2014 auf Zollverein in Essen statt:
28.07.2014
Neues Vektorprogramm als Beta-Version
Die Beta-Version des neuen Programms »Affinity Designer« wird zum kostenlosen Download angeboten. Via designerinaction:
25.07.2014
Flores Farm für German Design Award nominiert
Hier haben wir das Redesign des Bio-Anbieters exotischer Knabberleckereien vorgestellt. Jetzt gab's dafür eine Nominierung.
25.07.2014
Save the date: 25 Jahre Vitra Campus
Architektur, Design, Industrie: am 29. August 2014 eröffnet bei Aedes am Pfefferberg die Ausstellung zum Jubiläum des Campus:
24.07.2014
Social Media Conference 2014
Ab sofort ist das Programm online für die Konferenz, die vom 06.- 07. Oktober 2014 in Hamburg stattfindet:
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30.07.14 / Mainz

Art Director - Junior Art Director (m/w)

Heisters & Partner Büro für Kommunikationsdesign

30.07.14 / Mainz

Art Director - Senior Art Director (m/w)

Heisters & Partner Büro für Kommunikationsdesign

30.07.14 / Darmstadt

Grafikdesigner/in

Bohm und Nonnen Büro für Gestaltung GmbH

30.07.14 / Aretsried

Packaging Designer/in

Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG

29.07.14 / Berlin

Referentin / Referent für das Referat 200 - Interministerielle Koordinierung, Corporate Design, Media, Print

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Stefan Core zu
Portfolio Design: Neue Website von Peter Schmidt Group

Everything for the click´s...
30.07.2014
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roni zu
Portfolio Design: Neue Website von Peter Schmidt Group

Und was ist jetzt daran so besonders?
30.07.2014
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Conny zu
Free Fonts von Virus

sehr schöne Schrift, Top ;-)
18.07.2014
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PAGE Redaktion zu
Free Font des Monats: Mr Bedfort

Lieber Dirk, Du hast vermutlich den falschen Downloadlink angeklickt – die Seite ist in der Tat etwas verwirrend. ...
17.07.2014
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Dirk zu
Free Font des Monats: Mr Bedfort

Also bei mir wird ein Diskimage geladen (dmg) und nach dem Entpacken lächelt mich eine nackte Frau von einer ...
16.07.2014
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Die Verantwortung des Konsumenten und ihre Grenzen

Die Verantwortung des Konsumenten und ihre Grenzen

03.07.2013 Autor: Jürgen Siebert

 

Immer zum Erscheinen der aktuellen Printausgabe der PAGE: »Die Fundstücke« von Jürgen Siebert. Freuen Sie sich über kühne Kommentare zu Trends, Entwicklungen, Ereignissen und dem ganz normalen Alltagswahnsinn eines Kreativen ... Diesmal: Der mündige Verbraucher und die richtige Politik.

 

Verbraucher sein ist nicht leicht im Land des Überflusses. Jüngst forder­te ein Berliner Journalist, wir Kunden soll­ten Apple mit unserer Brieftasche zwin­gen, endlich ordentlich Steuern zu zah­len und keine Arbeiter in China auszubeuten. Hallo?! Ich soll mir also Geräte zulegen, von denen ich nicht überzeugt bin, nur damit ein in die Kritik gerate­ner Konzern zur Räson gebracht wird. Gibt es dafür nicht Politiker und Gesetze?

 

Ob Eier von unglücklichen Hühnern oder steigende Strompreise ... wenn die Vermarktungskette aus dem Ruder läuft, ducken sich manche Verantwortliche gerne weg und schieben den Verbraucher vor. Dann heißt es »Selbst schuld, wer billig kauft … oder » … wohl nicht die Inhaltsstoffe gelesen«. Die Zeitung »der Freitag« hat Anfang des Jahres eine Lis­te mit den Top-Ver­ant­wortungsfel­dern ver­öffentlicht, auf de­nen wir Verbraucher kämpfen.

 

Danach:
• steuern wir mit unserem Kaufverhalten die Nahrungsqualität,
• beeinflussen wir mit dem Stromzähler die Energiepreise,
• verschmutzen wir mit schickem Verpackungsmüll die Umwelt,
• bekommen wir abends das Fernsehprogramm serviert, das wir verdienen,
• haben wir uns nicht hinreichend informiert, wenn Aktien abstürzen,
• befeuern wir mit dem eigenen Wohnverhalten die Mietpreise,
• beerdigen wir mit unserer Gratiskultur die Printmedien,
• drosseln wir bald mit übermäßigem Digitalkonsum das Internet.

 

Unser Verhalten und die angebotenen Produkte mögen sich teilweise be­einflussen, aber die Macht, etwas zu ändern, liegt eigentlich in den Händen von Menschen, die sich hauptberuflich mit dieser komplizierten Materie beschäftigen. Haben wir unsere Poli­tiker dafür gewählt, dass sie uns in schwierigen Zeiten vorhalten, wir seien doch irgendwie selbst schuld an den Missständen in der Gesellschaft? Als ob es nicht schon schwer genug ist, genau die Produkte zu finden, die für einen selbst die richtigen sind ...

 

Als Verbraucher bin ich zunächst mal nur einem gegenüber verantwort­lich: mir selbst. Ich muss die Nahrungsmittel finden, die mir bekommen, und jene meiden, die mir schaden. Ich muss genau das Kraftfahrzeug entdecken, das meiner Mobilität entspricht und mich emotional anspricht. Ich muss den Kinofilm auswählen, der mich unterhält und meinen Horizont erweitert. Mächtige Kräfte wie die Industrie, die Werbung und der innere Schweinehund wollen mich vom »richtigen«, dem selbstbewussten Pfad abbringen. Nun auch noch die Politik ...

 

Natürlich steht es jedem frei, mit seiner Kaufentscheidung zugleich auch ein Votum abzugeben. Ja, das ist sogar erwünscht. Aber nicht jeder kann sich dies leisten, denn derartige politi­sche Kaufentscheidungen kosten Zeit und Geld. Deshalb muss die Ver­braucher­po­litik für einen Mindestschutz sorgen. Wir wollen und können uns für eine Konsumentscheidung nicht unendlich Zeit nehmen. Selbst Bildung und Information sorgen lediglich bedingt da­für, dass wir uns Konsumkompetenz aneignen.

 

Nur eine kleine, aber wachsende Gruppe von Konsumenten verdient das gern zitierte Etikett »mündiger Verbraucher«. Das Recht auf individuelle Konsumfreiheit findet bei ihnen seine Grenze im bewussten Kon­sumhandeln. Sie übernehmen beim Shopping die Verantwortung für sich selbst, für die Umwelt und für andere. Gerade diese Kunden wünschen sich mehr und vor allem genauere Informatio­nen für ihre Kaufentscheidun­gen. Sie verbinden ih­ren persönlichen Nutzen mit der Frage, auf welche Weise Ressourcen geschont oder faire soziale und wirtschaftliche Bedingun­gen geschaffen werden können.

 

Wenn ausreichend Menschen nach­haltige Produkte kaufen, so die Idee des mündigen Verbrauchers, dann stel­len die Unternehmen nur noch gute Produkte her. Bei den Eiern hat Demokratie von unten durchaus Wirkung ge­zeigt. Abgeschreckt von den Bildern verletzter Hühner in engen Käfigen, verlangten die Kunden nach tiergerecht produzierten Eiern. Die aus Käfig­haltung findet man heutzutage kaum noch in den Regalen. Im Februar 2013 stellt sich dann heraus, dass teuer bezahlte Bio-Eier gar nicht Bio sind.
An diesem Fall wird nicht nur deutlich, wie schlecht die Einhaltung von Gesetzen kontrolliert wird. Sondern auch, dass die Struktur eines faulen Marktes nicht per Kaufentscheid geändert werden kann. Dies funktioniert nur über die richtige Politik – in diesem Fall eine, die eine industrielle Produktion zugunsten einer ökologischen herunterfährt. Und Apple spart auch nur deswegen Steuern, weil es die Gesetze erlauben.

 

Also: Wir kümmern uns gerne um gesunde Nahrung und funktionierende Technik, aber ihr sorgt dafür, dass Gesetze eingehalten werden.


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