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30.10.2014
Mayr
Markus Mayr, bis vor Kurzem noch Pressesprecher bei Scholz & Friends, macht sich mit der Kommunikationsberatung Mayr PR selbstständig
30.10.2014
FIFA Fussball-WM 2018: neues Logo
Das neue Logo der Fussball-WM 2018 in Russland wurde gestern offiziell als erster Teil der Markenidentität der nächsten WM präsentiert.
29.10.2014
Vortragsreihe DESIGN ART ACTIVISM
Zum Auftakt der neuen Vortragsreihe bei designtransfer an der UdK Berlin sprechen am 12. November Gavin Grindon und Artúr van Balen:
29.10.2014
Save the date: Vortrag »Soundbranding«
Am 21. November sind alle Interessierten herzlich eingeladen, bei wirDesign Berlin den Vortrag zum Thema Soundbranding zu besuchen:
28.10.2014
FRISCHES DESIGN
Am Freitag, 7. Nov. 2014, startet die Fachkonferenz »Frisches Design« in Nürnberg. Sie beschäftigt sich mit dem Thema Design und Effizienz.
28.10.2014
Save the date: Symposium »Bruchstelle Fotografie«
Am 8. November veranstaltet die Neue Schule für Fotografie in Berlin ein Symposium, der Eintritt ist frei:
28.10.2014
deutscher digital award
Der neue Award der Branche – jetzt können hier Beiträge bis zum 28. November 2014 eingereicht werden.
27.10.2014
hello handmade news
Am Sonntag, 2. November 2014 steigt der fünfte »hello handmade Markt« auf Kampnagel ab 10 Uhr.
24.10.2014
Save the date: 17. KölnDesign Gründer- und Profitag
Der Gründer- und Profitag am 28. November 2014 steht unter dem Motto »Erfolgreich im Beruf und Wettbewerb um Auftraggeber«:
24.10.2014
Econ Awards 2014 in Berlin verliehen
Die Preisträger wurden gestern in 11 Kategorien ausgezeichnet. Die einzige Platin-Auszeichnung geht an die Deutsche Telekom AG:
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31.10.14 / Stuttgart

Kommunikationsdesigner (m/w)

Milla & Partner GmbH

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Assistenz der Geschäftsführung (m/w)

Strichpunkt GmbH

29.10.14 / Stuttgart, Berlin

Account Manager (m/w)

Strichpunkt GmbH

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Manager Interaction Design (m/f)

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Multimedia Producer (m/w) Schwerpunkt "Digitale Gestaltungsmedien"

DAW SE

 
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Christel B. zu
Gewinnspiel: tapir & klotz Kalender 2015

Ich möchte (m)einen Prinz heiraten.
31.10.2014
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Claudia zu
Gewinnspiel: tapir & klotz Kalender 2015

Ich will Boxen lernen
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Gewinnspiel: tapir & klotz Kalender 2015

Ich wünsche mir eine neue, schön verzierte Teekanne, meine alte ist leider zerbrochen :(
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Gewinnspiel: tapir & klotz Kalender 2015

ganz viele frische Luft!
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Die Grenzen des Crowdsourcing

Die Grenzen des Crowdsourcing

07.09.2011 Autor: admin

 

Immer zum Erscheinen der aktuellen Printausgabe der PAGE: »Die Fundstücke« von Jürgen Siebert. Freuen Sie sich über kühne Kommentare zu Trends, Entwicklungen, Ereignissen und dem ganz normalen Alltagswahnsinn eines Kreativen ... Heute: Crowdsourcing: Businessmodell oder Massen-Pitch?

 

Die einen betrachten es als das neue Businessmodell im Design, die an­­­deren werten es als ausbeuterischen Massen-Pitch: Crowdsourcing. In Anlehnung ans Outsourcing, also die Vergabe von Jobs an Drittunternehmen, bezeichnet die neuere Methode die Auslagerung auf die Arbeitskraft einer Masse von Freizeitarbeitern im Internet. Wirtschaftlich gesehen ist Crowd­sourcing eine Form der Arbeitsteilung. Ihr ging die Amateurisierung einer Tätigkeit voraus, die vor wenigen Jahren ausschließlich Profis vorbehalten war. Das Musizieren hat diese Entwicklung überlebt, die Fotografie ebenfalls, die Designbranche wird es auch.

 

Zwei Ereignisse setzten dem Crowd­sourcing vor Kurzem deutliche Grenzen, sodass wir als Fazit hier gleich einmal fest­halten können: Der Höhepunkt des Schwarmgestaltens ist offenbar er­reicht, Euphorie weicht der Ernüch­­te­rung. Anfang August rief die jüngst von AOL übernommene Onlinezeitung The Huf­fington Post ganz nebenbei zu einem Logowettbewerb auf. Die Sparte »Hoff­Post Politics« soll anlässlich des na­hen­­­den US-Wahlkampfs mit einem einheitlichen Profilbild in den sozialen Net­zen auftreten, und man war der Auf­­fas­sung, ein solches kostenlos aus der Leserschaft abschöpfen zu können. Honorar: null.

 

Es dauerte ein paar Tage, bis die Ausschreibung in Grafikerkreisen ankam und schließlich beim größten Designberufsverband der Welt landete, dem AIGA (American Institute of Graphic Arts). Ihr Direktor Richard Grefe prangerte die Huffington Post öffentlich an: »Kostenlose Arbeiten einzufordern zeigt Ihren mangelnden Respekt gegenüber den Designern und dem Designprozess.« Bis zum Ende des Wettbewerbs prasselte der Spott der Designer auf die HuffPost ein, die von den Profis statt brauchbarer Logos einen Haufen wertloser visueller Statements erhielt. Ebenfalls im August endete die erste Stufe einer der größten Crowdsourcing-Ausschreibungen weltweit, gehos­tet von jovoto in Berlin. Gefunden werden soll ein Zeichen für die Menschenrechte. Innerhalb von drei Monaten wurden mehr als 15 000 Vorschläge eingereicht. Eine Jury ermittel­te aus den Einsendungen 10 Finalisten, über die nun wiederum die Masse entscheidet.

 

Selbst ausgesprochene Gegner kostenloser Pitches wie zum Beispiel Erik Spiekermann (auch ich selbst im Fontblog) begrüßten zunächst den »volksverbundenen«, ja basisdemokratischen und unkommerziellen Ansatz dieses Wettbewerbs im Dienste der Menschheit. Was allerdings nicht unbedingt vorauszusehen war, sind die Nebeneffekte eines Crowdsourcing, bei dem Tausende von Teilnehmern ein einfaches politisches Zeichen suchen: ein Zeichen, das jeder Demonstrant, je­der Unterdrückte später auf eine Fahne zeichnen kann. Hunderte von Vor­schlä­gen basieren im Grunde auf den gleichen fünf Ideen, ausgehend von einem Globus, einem Strichmännchen, einer Friedenstaube, einer Hand oder einer Mischung daraus.

 

Jurymitglied Erik Spiekermann formuliert das Dilemma in einem Schreiben an die Veranstalter folgendermaßen: »Es gibt im Wettbewerb eine Hand voll Ideen, die tausendmal auftauchen, in verschiedenen Formen. Wenn wir davon eine aussuchen, belohnen wir nicht eine Idee, sondern eine Umsetzung. Viele Teilnehmer werden sich betrogen fühlen, weil sie die gleiche Idee hatten, wir aber eine ausgesucht haben, die von einem Profi richtig umgesetzt wurde. Das Wort ,Kanonenfutter‘ wird vorkommen, wenn auch in anderen Sprachen.«

 

Als Profi kann Erik Spiekermann die­se Zwickmühle nicht einfach ignorieren. Die einzige Hoffnung: Vielleicht gibt es unter den 15 000 Vorschlägen tatsächlich einen, der einfach und einzigartig ist. Zu dem von ihm favorisierten Handzeichen habe ich nach Durchforsten von 3000 Human-Rights-Einrei­chungen »nur« fünf Verwandte gefunden, die glücklicherweise ausreichend weit entfernt vom Finalisten sind. Es besteht also durchaus noch Hoffnung auf einen friedlichen Abschluss des Wettbewerbs.

 

Recht wenig Hoffnung besteht hingegen, dass sich das Crowdsourcing als Alternative zum professionellen Design etablieren wird.


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