News
20.11.2014
muehlhausmoers gewinnt Gold bei den Pearl Awards 2014
Bei den diesjährigen Pearl Awards wurde das SPK-Magazin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) mit Gold ausgezeichnet.
20.11.2014
ADC Wettbewerb 2015 startet
Der Startschuss zum 51. Art Directors Club Wettbewerb ist gefallen!
19.11.2014
25 Frauen für die digitale Zukunft
Über 500 Nominierungen, die Top 50 zur Wahl und jetzt das Ergebnis: Die 25 Frauen für die digitale Zukunft.
19.11.2014
Carry On Cocktail Kit
Endlich wieder mondän fliegen und den eigenen Cocktail im Flugzeug mixen – und es sieht auch noch hübsch aus:
18.11.2014
Save the date: Symposium »Der Illustrations-Impuls #1«
Am Dienstag, 25.11.2014, findet an der Kunstakademie Stuttgart der 1. Teil des interdisziplinären Symposiums statt:
17.11.2014
Universale Handschrift der Welt kostenlos zum Download verfügbar
Über 1.72 Millionen Buchstaben von Menschen aus mehr als 150 Ländern fügen sich erstmals zu einer universalen Handschrift zusammen:
17.11.2014
Wettbewerb »100 beste Plakate des Jahres« startet Mitte Dezember
Vom 15.12.2014 bis zum 25.1.2015 können die Plakate hochgeladen werden. Weitere Infos und Wettbewerbe:
17.11.2014
»Dyslexie Font« hilft Legasthenikern
Der Font von Christian Boer soll Menschen helfen, die unter Dyslexie leiden. Es gibt ihn in vier Schnitten. Via DesignerInAction:
14.11.2014
Save the date: HBKsaar Infotag für Studieninteressierte
Die Hochschule der Bildenden Künste Saar bietet kommenden Mittwoch, 19.11. einen Informationstag für Studieninteressierte an:
14.11.2014
Heute Eröffnung: »No Lie In Fire«
Ab 18 Uhr präsentiert die BC Gallery Berlin die Arbeiten von Max Gärtner:
Kalender

19.11.14 / Berlin

PHP-Entwickler (m/w) fest oder frei

Sunbeam Communications

19.11.14 / Mainz

Art Director (m/w)

Heisters & Partner

18.11.14 / Stuttgart

Assistenz der Geschäftsführung (m/w)

Strichpunkt GmbH

18.11.14 / Stuttgart, Berlin

Account Manager (m/w)

Strichpunkt GmbH

18.11.14 / Vreden

Mediengestalter (w/m)

SAUERESSIG GmbH + Co. KG

 
Kalender
News
GBKSOFT zu
WEAVE goes PAGE

So it's basically for everyone?
17.11.2014
mehr
Sabine zu
Plakatinvasion von Rocket & Wink

Die Kampagne für Fritzkola ist wirklich megamäßig. Auf solche Ideen muss man erst mal kommen. Das toppt wirklich ...
16.11.2014
mehr
Olf zu
Alles meins! Zur Herausgabe von Dateien an Kunden

Kann den Kommentar/Meinung nur bestätigen. Ich treffe immer wieder Kollegen, die die ihre Rechte nicht kennen und ...
12.11.2014
mehr
B.Hefmann zu
Alles meins! Zur Herausgabe von Dateien an Kunden

Tja. Theorie und Praxis. Ich habe wegen diesen leidigen Themas gerade auf einen Kunden und die Fortsetzung eines ...
12.11.2014
mehr
PAGE Redaktion zu
Gewinnspiel: tapir & klotz Kalender 2015

5 aus 259: Die Gewinner des tapir&klotz-Kalenders stehen fest. Glückwunsch an Giovannicat (243), Patrick (94), Nora ...
11.11.2014
mehr


Line

Die Grenzen des Crowdsourcing

Die Grenzen des Crowdsourcing

07.09.2011 Autor: admin

 

Immer zum Erscheinen der aktuellen Printausgabe der PAGE: »Die Fundstücke« von Jürgen Siebert. Freuen Sie sich über kühne Kommentare zu Trends, Entwicklungen, Ereignissen und dem ganz normalen Alltagswahnsinn eines Kreativen ... Heute: Crowdsourcing: Businessmodell oder Massen-Pitch?

 

Die einen betrachten es als das neue Businessmodell im Design, die an­­­deren werten es als ausbeuterischen Massen-Pitch: Crowdsourcing. In Anlehnung ans Outsourcing, also die Vergabe von Jobs an Drittunternehmen, bezeichnet die neuere Methode die Auslagerung auf die Arbeitskraft einer Masse von Freizeitarbeitern im Internet. Wirtschaftlich gesehen ist Crowd­sourcing eine Form der Arbeitsteilung. Ihr ging die Amateurisierung einer Tätigkeit voraus, die vor wenigen Jahren ausschließlich Profis vorbehalten war. Das Musizieren hat diese Entwicklung überlebt, die Fotografie ebenfalls, die Designbranche wird es auch.

 

Zwei Ereignisse setzten dem Crowd­sourcing vor Kurzem deutliche Grenzen, sodass wir als Fazit hier gleich einmal fest­halten können: Der Höhepunkt des Schwarmgestaltens ist offenbar er­reicht, Euphorie weicht der Ernüch­­te­rung. Anfang August rief die jüngst von AOL übernommene Onlinezeitung The Huf­fington Post ganz nebenbei zu einem Logowettbewerb auf. Die Sparte »Hoff­Post Politics« soll anlässlich des na­hen­­­den US-Wahlkampfs mit einem einheitlichen Profilbild in den sozialen Net­zen auftreten, und man war der Auf­­fas­sung, ein solches kostenlos aus der Leserschaft abschöpfen zu können. Honorar: null.

 

Es dauerte ein paar Tage, bis die Ausschreibung in Grafikerkreisen ankam und schließlich beim größten Designberufsverband der Welt landete, dem AIGA (American Institute of Graphic Arts). Ihr Direktor Richard Grefe prangerte die Huffington Post öffentlich an: »Kostenlose Arbeiten einzufordern zeigt Ihren mangelnden Respekt gegenüber den Designern und dem Designprozess.« Bis zum Ende des Wettbewerbs prasselte der Spott der Designer auf die HuffPost ein, die von den Profis statt brauchbarer Logos einen Haufen wertloser visueller Statements erhielt. Ebenfalls im August endete die erste Stufe einer der größten Crowdsourcing-Ausschreibungen weltweit, gehos­tet von jovoto in Berlin. Gefunden werden soll ein Zeichen für die Menschenrechte. Innerhalb von drei Monaten wurden mehr als 15 000 Vorschläge eingereicht. Eine Jury ermittel­te aus den Einsendungen 10 Finalisten, über die nun wiederum die Masse entscheidet.

 

Selbst ausgesprochene Gegner kostenloser Pitches wie zum Beispiel Erik Spiekermann (auch ich selbst im Fontblog) begrüßten zunächst den »volksverbundenen«, ja basisdemokratischen und unkommerziellen Ansatz dieses Wettbewerbs im Dienste der Menschheit. Was allerdings nicht unbedingt vorauszusehen war, sind die Nebeneffekte eines Crowdsourcing, bei dem Tausende von Teilnehmern ein einfaches politisches Zeichen suchen: ein Zeichen, das jeder Demonstrant, je­der Unterdrückte später auf eine Fahne zeichnen kann. Hunderte von Vor­schlä­gen basieren im Grunde auf den gleichen fünf Ideen, ausgehend von einem Globus, einem Strichmännchen, einer Friedenstaube, einer Hand oder einer Mischung daraus.

 

Jurymitglied Erik Spiekermann formuliert das Dilemma in einem Schreiben an die Veranstalter folgendermaßen: »Es gibt im Wettbewerb eine Hand voll Ideen, die tausendmal auftauchen, in verschiedenen Formen. Wenn wir davon eine aussuchen, belohnen wir nicht eine Idee, sondern eine Umsetzung. Viele Teilnehmer werden sich betrogen fühlen, weil sie die gleiche Idee hatten, wir aber eine ausgesucht haben, die von einem Profi richtig umgesetzt wurde. Das Wort ,Kanonenfutter‘ wird vorkommen, wenn auch in anderen Sprachen.«

 

Als Profi kann Erik Spiekermann die­se Zwickmühle nicht einfach ignorieren. Die einzige Hoffnung: Vielleicht gibt es unter den 15 000 Vorschlägen tatsächlich einen, der einfach und einzigartig ist. Zu dem von ihm favorisierten Handzeichen habe ich nach Durchforsten von 3000 Human-Rights-Einrei­chungen »nur« fünf Verwandte gefunden, die glücklicherweise ausreichend weit entfernt vom Finalisten sind. Es besteht also durchaus noch Hoffnung auf einen friedlichen Abschluss des Wettbewerbs.

 

Recht wenig Hoffnung besteht hingegen, dass sich das Crowdsourcing als Alternative zum professionellen Design etablieren wird.


Verwandte Artikel

Line
Line
Kommentare
Kommentare: 0


Line
Cannes Lions 2014

Blick ins Studio

Awards: Gewinner

Werkschauen 2014

Services