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Möbel aus Papier
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Conny zu
Free Fonts von Virus

sehr schöne Schrift, Top ;-)
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PAGE Redaktion zu
Free Font des Monats: Mr Bedfort

Lieber Dirk, Du hast vermutlich den falschen Downloadlink angeklickt – die Seite ist in der Tat etwas verwirrend. ...
17.07.2014
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Dirk zu
Free Font des Monats: Mr Bedfort

Also bei mir wird ein Diskimage geladen (dmg) und nach dem Entpacken lächelt mich eine nackte Frau von einer ...
16.07.2014
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Claudia Gerdes zu
Wie Sportfotografen bei der WM arbeiteten

Danke für den Hinweis!!! Der Link ist korrigiert.
14.07.2014
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Daniel Lauterbach zu
Wie Sportfotografen bei der WM arbeiteten

Der Link in der Bildunterschrift funktioniert leider nicht.
14.07.2014
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Die Grenzen des Crowdsourcing

Die Grenzen des Crowdsourcing

07.09.2011 Autor: admin

 

Immer zum Erscheinen der aktuellen Printausgabe der PAGE: »Die Fundstücke« von Jürgen Siebert. Freuen Sie sich über kühne Kommentare zu Trends, Entwicklungen, Ereignissen und dem ganz normalen Alltagswahnsinn eines Kreativen ... Heute: Crowdsourcing: Businessmodell oder Massen-Pitch?

 

Die einen betrachten es als das neue Businessmodell im Design, die an­­­deren werten es als ausbeuterischen Massen-Pitch: Crowdsourcing. In Anlehnung ans Outsourcing, also die Vergabe von Jobs an Drittunternehmen, bezeichnet die neuere Methode die Auslagerung auf die Arbeitskraft einer Masse von Freizeitarbeitern im Internet. Wirtschaftlich gesehen ist Crowd­sourcing eine Form der Arbeitsteilung. Ihr ging die Amateurisierung einer Tätigkeit voraus, die vor wenigen Jahren ausschließlich Profis vorbehalten war. Das Musizieren hat diese Entwicklung überlebt, die Fotografie ebenfalls, die Designbranche wird es auch.

 

Zwei Ereignisse setzten dem Crowd­sourcing vor Kurzem deutliche Grenzen, sodass wir als Fazit hier gleich einmal fest­halten können: Der Höhepunkt des Schwarmgestaltens ist offenbar er­reicht, Euphorie weicht der Ernüch­­te­rung. Anfang August rief die jüngst von AOL übernommene Onlinezeitung The Huf­fington Post ganz nebenbei zu einem Logowettbewerb auf. Die Sparte »Hoff­Post Politics« soll anlässlich des na­hen­­­den US-Wahlkampfs mit einem einheitlichen Profilbild in den sozialen Net­zen auftreten, und man war der Auf­­fas­sung, ein solches kostenlos aus der Leserschaft abschöpfen zu können. Honorar: null.

 

Es dauerte ein paar Tage, bis die Ausschreibung in Grafikerkreisen ankam und schließlich beim größten Designberufsverband der Welt landete, dem AIGA (American Institute of Graphic Arts). Ihr Direktor Richard Grefe prangerte die Huffington Post öffentlich an: »Kostenlose Arbeiten einzufordern zeigt Ihren mangelnden Respekt gegenüber den Designern und dem Designprozess.« Bis zum Ende des Wettbewerbs prasselte der Spott der Designer auf die HuffPost ein, die von den Profis statt brauchbarer Logos einen Haufen wertloser visueller Statements erhielt. Ebenfalls im August endete die erste Stufe einer der größten Crowdsourcing-Ausschreibungen weltweit, gehos­tet von jovoto in Berlin. Gefunden werden soll ein Zeichen für die Menschenrechte. Innerhalb von drei Monaten wurden mehr als 15 000 Vorschläge eingereicht. Eine Jury ermittel­te aus den Einsendungen 10 Finalisten, über die nun wiederum die Masse entscheidet.

 

Selbst ausgesprochene Gegner kostenloser Pitches wie zum Beispiel Erik Spiekermann (auch ich selbst im Fontblog) begrüßten zunächst den »volksverbundenen«, ja basisdemokratischen und unkommerziellen Ansatz dieses Wettbewerbs im Dienste der Menschheit. Was allerdings nicht unbedingt vorauszusehen war, sind die Nebeneffekte eines Crowdsourcing, bei dem Tausende von Teilnehmern ein einfaches politisches Zeichen suchen: ein Zeichen, das jeder Demonstrant, je­der Unterdrückte später auf eine Fahne zeichnen kann. Hunderte von Vor­schlä­gen basieren im Grunde auf den gleichen fünf Ideen, ausgehend von einem Globus, einem Strichmännchen, einer Friedenstaube, einer Hand oder einer Mischung daraus.

 

Jurymitglied Erik Spiekermann formuliert das Dilemma in einem Schreiben an die Veranstalter folgendermaßen: »Es gibt im Wettbewerb eine Hand voll Ideen, die tausendmal auftauchen, in verschiedenen Formen. Wenn wir davon eine aussuchen, belohnen wir nicht eine Idee, sondern eine Umsetzung. Viele Teilnehmer werden sich betrogen fühlen, weil sie die gleiche Idee hatten, wir aber eine ausgesucht haben, die von einem Profi richtig umgesetzt wurde. Das Wort ,Kanonenfutter‘ wird vorkommen, wenn auch in anderen Sprachen.«

 

Als Profi kann Erik Spiekermann die­se Zwickmühle nicht einfach ignorieren. Die einzige Hoffnung: Vielleicht gibt es unter den 15 000 Vorschlägen tatsächlich einen, der einfach und einzigartig ist. Zu dem von ihm favorisierten Handzeichen habe ich nach Durchforsten von 3000 Human-Rights-Einrei­chungen »nur« fünf Verwandte gefunden, die glücklicherweise ausreichend weit entfernt vom Finalisten sind. Es besteht also durchaus noch Hoffnung auf einen friedlichen Abschluss des Wettbewerbs.

 

Recht wenig Hoffnung besteht hingegen, dass sich das Crowdsourcing als Alternative zum professionellen Design etablieren wird.


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