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Die Daniel beinhaltet zwar pro Schnitt nur 244 Glyphen, liegt jedoch in den kostenlosen Varianten Regular, Bold und Black vor.
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Adobe zeigt Vorschau auf Photoshop CS6
Die neue Version kommt mit dunklen Paletten à la Lightroom; weitere Neuerungen betreffen den Kamera-Import und den »Verflüssigen«-Filter.
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03.02.2012   Anna Weilberg

Im zugehörigen Heft-Artikel wird deutlicher, warum sich unsere Autorin gerade diese Tattoos ausgesucht hat.
02.02.2012   mark

Out the money from art!
02.02.2012   Sebastian Willers

Na fein, das kommt mir sehr bekannt vor: der Schwarze Kanal kehrt zurück… Ich werde alt… verwunderte Grüße ...
02.02.2012   Deetmar

Das erste Motiv finde ich schon ok. Das letzte sieht aus wie ein mieses Japan-Schriftzeichen mit Haus-vom-Nikolaus ...
01.02.2012   victoria blocksdorf

kann ich mich leider nur anschließen - selbst ich als jemand, der sich nicht besonders gut in der materie "tattoo" ...
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Schikanen der Medienindustrie

Schikanen der Medienindustrie

17.08.2010 Autor: admin

 

 

Ab sofort immer zum Erscheinen der aktuellen Printausgabe der PAGE: »Die Fundstücke« von Jürgen Siebert. Freuen Sie sich über kühne Kommentare zu Trends, Entwicklungen, Ereignissen und dem ganz normalen Alltagswahnsinn eines Kreativen ... Heute: Schikanen der Medienindustrie.

 

Ich habe mal wieder den Rechner gewechselt, was durchschnittlich alle zwei, drei Jahre vorkommt. Der Umzug führte von einem MacBook Pro, Baujahr 2008, zu einem schnelleren MacBook Pro 2010 mit Hi-Res-Display. Eigentlich verläuft ein solcher Wechsel recht unkompliziert. Zunächst die alte Festplatte auf eine externe FireWire-Harddisk spiegeln, also eine bootfähige 1 : 1-Kopie erstellen – als Sicherheit für alle möglichen Notfälle. Nun beide Computer verbinden und den kompletten User Account mithilfe des Migrationsassistenten auf den neuen kopieren. Das dauert drei bis vier Stunden, in denen man sich computerfreien Beschäftigungen widmen kann, während die Maschinen schnurren und alles automatisch erledigen.


Die eigentliche Arbeit beginnt danach, wäre überflüssig und deshalb ärgert sie mich und andere besonders. Wir verdanken sie der Musikindustrie, der Filmindustrie und der Softwareindustrie, die ehrliche Käufer seit Jahren schikanieren. Eigentlich bin ich ein Traumkunde. Ich lade keine Musik aus dubiosen Quellen, mache um RapidShare und andere Filesharing-Dienste einen großen Bogen und respektiere die Haltung der Künstler, die festlegen, wie und zu welchen Preisen die von ihnen geschaffenen Werke verbreitet werden. Trotzdem quält man mich unentwegt mit Überwachungstools. Dabei habe ich noch Glück, dass ich nicht jedes Jahr mein Handy wechsle, mein sechs Jahre altes Auto mit einem MP3-unfähigen CD-Player ausgestattet ist und keine USB-Sticks lesen kann. Beginnen wir bei der Musik.



Rund 2000 meiner 14 000 iTunes-Songs stammen aus der Frühzeit des digitalen Plattenladens (2003 bis 2008) und sind durch Apples digitale Rechteverwaltung FairPlay geschützt. Diese ist eigentlich recht liberal eingestellt und arbeitet diskret im Hintergrund, ohne zu stören. Eine der Spielregeln besagt, dass eine geschützte Mediendatei nur auf fünf Computern wiedergegeben werden kann. Zu diesem Zweck muss jeder Rechner autorisiert werden, was beliebig oft durchgeführt und widerrufen werden kann. Da bei uns zu Hause Musik auf drei R­­­echnern und aus drei unabhängigen iTunes-Konten im Einsatz ist, muss ich dreimal Konten deaktivieren (auf dem alten Rechner, den ich verkaufe) und dreimal Konten aktivieren (auf dem neuen).
Damit nicht genug. Ich habe vor fünf Jahren mal fünf Hörbücher bei Audible erworben, dem größten Vertrieb dieser Medienart. Audible-Hörbücher sind nicht nur nervig in der Bedienung (eine Datei, bis zu acht Stunden Länge, keine Kapitel): Sie klingen schlecht, haben lausige Vorschau­bilder, lassen sich nicht auf CD brennen und belästigen einen mit gnadenlosen DRM-Zudringlichkeiten – gerne auch gemischt mit Werbung. Es würde den Rahmen sprengen hier darzulegen, wie man bei Audible tragbare Geräte autorisiert, warum Windows-Setup-Programme auf die Mac-Festplatte geladen werden und wo überall das Account-Passwort verlangt wird. Fazit: Ohne online zu sein, läuft nix. Wer im Urlaub weilt und glaubt, ein Audible-Buch hören zu können, kann das schlicht vergessen. Es wird garantiert nicht abgespielt, weil eine von mehreren DRM-Routinen nicht überprüft werden kann.

 


Nächster Kandidat: die Filmindustrie. Sie arbeitet nicht nur mit Software-, sondern auch mit Hardwaretricks, die Apple willfährig weitergibt. Als ich die erste DVD in das MacBook schiebe, erinnert mich eine Meldung an die Unart der Filmwirtschaft, die Welt in acht Regionen einzuteilen mit dem Ziel, dass etwa eine in den USA erworbene DVD nicht in Deutschland abgespielt werden kann. Über diese Regional Playback Control (RPC) will die Filmindustrie unter anderem die zeitversetzte weltweite Vermarktung sichern, die Kinoverwertung kontrollieren, die Distributoren schützen sowie den lokalen Jugendschutz- und Altersfreigabe­regelungen nachkommen.


Überwacht wird das RPC von den DVD-Laufwerken . . . wir sind wieder bei der eben erwähnten Meldung. Beim ersten Einlegen fragt es mich, ob ich in Zukunft DVDs mit dem europäischen Ländercode 2 abspielen möchte, richtet diesen ein und teilt mir mit, dass der Wechsel zu einem anderen Ländercode noch viermal möglich sei. Hallo?! Ich bin Eigentümer eines tragbaren Computers, den ich – privat und aus beruflichen Gründen – gerne auch mal mit ins Ausland nehme. Darf ich mir in den USA keine DVD kaufen und auf meinem Mac ansehen? Doch, aber nach zwei solcher Aufenthalte sind die Umschaltoptionen ausgeschöpft. Ich sitze möglicherweise zu Hause mit einem US-Ländercode-1-Laufwerk und kann meine DVD-Sammlung nicht mehr ansehen.
Eine weitere Schikane sind die ersten zehn nicht überspringbaren Minuten einer rechtmäßig erworbenen DVD, in denen der Käufer mit Ermahnungen, verkappten Anschuldigungen und Werbung für andere DVDs bombardiert wird. Raubkopierer freuen sich einen Keks, wenn ich ihnen von solchen Quälereien berichte, und fühlen sich bestätigt, illegale Kopien von Hollywood-Blockbustern in Netto-Spielzeit auf ihren Festplatten vorrätig zu halten. Drei Klicks, und der Film startet. Für mich ein Traum.

 

 

Übeltäter Nummer 3 ist Apple selbst, diesmal nicht als Hard­ware-, sondern als Softwarehersteller. Ich nutze das profes­sionelle Fotoarchivierungstool Aperture, eine 99-Eu­ro-Alternative zum kostenlosen iPhoto. Aperture kann vie­les, richtig warm geworden bin ich aber nach 8 Monaten immer noch nicht, trotz verbesserter Version 3. Als ich nach dem Wechsel mein Fotoalbum öffnen will, fragt mich Aperture nach der Seriennummer. Wie bitte? Ich denke, bei einer Migration werden alle Userdaten und Voreinstellungen mitübertragen.
Zum Glück saß ich zu Hause an meinem Schreibtisch und nicht in einem Hotelzimmer. Ich greife also die Aperture-3-Schachtel, entnehme die Lizenzkarte und tippe die zwan­zig Ziffern in das Eingabefeld. Es geht noch weiter: »Diese Seriennummer ist die eines Upgrades. Geben Sie jetzt die Nummer der Original-Installation ein.« Bitte nicht auslachen . . . Ja, ich hatte auch diese zur Hand, mit nur ei­nem Griff. Einer dieser unnötigen Griffe, die ich als ehrlicher Kunde nicht verdient habe.


DRM nervt, Regionalcode nervt, Kopierschutz nervt – schafft den Blödsinn ab, sonst laufen euch auch noch die letzten ehrlichen Kunden weg.

 

erschienen in PAGE 09.2010


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