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18.06.2013
Deutscher Infografikpreis
Der Preis wird in diesem Jahr erstmalig ausgelobt und ist mit 3000 Euro dotiert. Einreichungen sind bis zum 31. August möglich.
18.06.2013
Wände-schonendes Graffiti
Das Künstlerkollektiv CelloGraff verewigt seine Kunstwerke auf Cellophan, um Häuserwände und die Nerven der Besitzer zu schonen:
18.06.2013
ADC Roadshow in Berlin und München
Die Gewinnerarbeiten des ADC Wettbewerbs 2013 werden am 24.06. imCinemaxX Berlin und am 03.07. im CinemaxX München präsentiert:
17.06.2013
»Die Welt des Anish Kapoor« Kino
Am Mittwoch zeigen ARTE und der Martin-Gropius-Bau das Filmportrait »Die Welt des Anish Kapoor« im Kinosaal – Eintritt frei!
17.06.2013
Dinge, die ein Werber nicht sagt
Werden hier von der Facebook Community gesammelt:
17.06.2013
Es gibt noch Tickets !
Für das Typografie-Symposium »33pt- fk`n gr*ds« in Dortmund am 20. Juni für 15 Euro.
17.06.2013
Call for Entries: Urban Intervention Award Berlin + Urban Living Award
Die Deutsche Wohnen AG stiftet ein Preisgeld in Höhe von je 3.000 € für die Gewinner der zwei Kategorien. Deadline ist der 24. August 2013
17.06.2013
Kostenlose Photoshop-Datei zu iOS 7
teehan+lax hat eine kostenlose PSD zu iOS 7 herausgebracht. Sie soll bei der Planung und dem Design von mobilen Inhalten behilflich sein.
14.06.2013
Stilvorlagen #8: Der letzte Vortrag am kommenden Donnerstag
An letzten Abend, am 20. Juni, sind zwei junge Hamburger Designbüros zu Gast: »I like birds« sowie »PBLC«:
14.06.2013
Übermorgen: Ein Videoabend mit Christian Jankowski
Ein Videoabend mit dem Preisträger der VIDEONALE.14 um 18 Uhr im Filmsaal des LVR-LandesMuseum Bonn:
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16.06.13 / Osnabrück

Webdesigner- / developer (m/w)

Die Etagen GmbH

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Alex zu
Blick ins Studio: Torben, Lucie und die Gelbe Gefahr

Weil sie's können, Marc, weil sie's können ;) (Und weil's in diesem Fall sogar in der Tat Sinn macht. Klingt ...
17.06.2013
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Marc zu
Blick ins Studio: Torben, Lucie und die Gelbe Gefahr

Warum müssen sich Agenturen eigentlich immer so pseudo-hippe, sinnlose Namen geben?
17.06.2013
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Max zu
SinnerSchrader: Mit dem Skoda 110 R zum Baltic Sea Circle

Cooler Hybrid - vorne 1000MB unde hinten - S110R :) Dann bin ich nicht der einzige Retro-Skoda-Fahrer in HH.
13.06.2013
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Sylvia Karin Wellhöfer zu
SinnerSchrader: Mit dem Skoda 110 R zum Baltic Sea Circle

da ich selbst ein Liebhaber von alten Autos (VW Käfer und Bulli bevorzugt), wünsche ich Euch eine tolle sowie ...
13.06.2013
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rene zu
iOS7: erste Meinungen aus der Szene

maybe it's the uglier icons which improve the performance a little? less beauty, less cpu.
13.06.2013
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Social TV

Social TV

01.08.2012 Autor: Jürgen Siebert

 

Immer zum Erscheinen der aktuellen Printausgabe der PAGE: »Die Fundstücke« von Jürgen Siebert. Freuen Sie sich über kühne Kommentare zu Trends, Entwicklungen, Ereignissen und dem ganz normalen Alltagswahnsinn eines Kreativen ... Heute: »Public Viewing im Wohnzimmer«


Ich glaube nicht an den seit Jahren angekündigten Einzug des Internets ins Fernsehgerät. Bis ich an meinem Smart TV eine Website aufgerufen habe, vergehen Minuten. Das liegt sowohl an der umständlichen (Fern-)Bedienung wie auch an der bescheide­nen Rechen-Power. Am Fernseher sur­­­fen ist wie Netscape Navigator Ende der 1990er Jahre. Twitter geht gar nicht, auch Facebook macht keine Freude, wenn man es mit dem leichten Zugang auf einem Tablet vergleicht. Das größte Manko: Während der Online-Session verpasse ich das Geschehen auf dem gewählten TV-Kanal.

 

Im Moment geht der Trend zum Zweitbildschirm, Fachleute sprechen von der Second-Screen-Nutzung. Repräsentative Untersuchungen bestätigen das Phänomen. Die Darmstädter Unternehmensberatung Anywab hat im Mai ungefähr 2000 Internetnutzer zu ihrem Second-Screen-Verhalten be­fragt. Die Hälfte von ihnen nutzt bereits den Zweitbildschirm beim Fernsehen, insbesondere die 14- bis 24-Jäh­ri­gen. Zwei Drittel der Befragten suchen dabei zusätzliche Informationen zur Sendung. 45 Prozent machen das mehrmals im Monat, 27 Prozent mehrmals in der Woche, 6 Prozent sogar täglich. Ganze 57 Prozent bestätigten, dass sie beim Fernsehen soziale Netzwerke besuchen: 36 Prozent posten, was sie gerade sehen, und ein weite­res Drittel sieht nach, was sich die Freunde ansehen.

 

Für Anywab-Geschäftsführer Boris von Heesen kommt das Second-Screen-Phänomen einer schleichenden Revolution gleich, die mittelfristig das Fernsehverhalten und auch das Angebot der Sender in erheblicher Weise verändern wird. Das glaube ich auch, allerdings wehre ich mich dagegen, Ursache und Wirkung zu vertauschen. Meine Dauerthese: Neue Techniken bedienen uralte menschliche Gewohnheiten und Bedürfnisse schlicht besser als die jahrelang eingesetzten Werkzeuge. Mein Schlüsselerlebnis war die Einführung des digitalen Schreibens Anfang der 1980er Jahre. Stift oder Schreibmaschi­ne haben das Verfassen von Gedanken nie so adäquat unterstützt wie das Texten am Bildschirm.

 

Fernsehen pur hat mich auch nie ausgelastet. Neben Essen und Trinken habe ich vor dem Fernseher schon immer sehr gerne Zeitung gelesen, ir­gend­­­etwas repariert oder Telefon­ge­sprä­­che mit Freunden geführt. Ich ken­ne Menschen, ja ganze Nationen, da läuft der Fernseher ununterbrochen, so wie ein Radio: Keiner guckt hin. In­tendan­ten, Werbetreibende oder Quo­tenwächter wollen von dieser Gleichgültigkeit nichts wissen, und so wird gar nicht erst versucht, diese statis­tisch zu erheben. Zu groß wäre die Ernüchterung der Bündnispartner einer Wertschöpfungsspirale, aus der Millio­nen­um­sätze generiert werden.

 

Die Gerätehersteller haben ehrli­che­re Zahlen. Laut einer Untersuchung des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie und der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kom­munikationselektronik anlässlich der bevorstehenden IFA hat das TV-Gerät seine Exklusivität bei der Wiedergabe von Bewegtbildern endgültig verloren. Immer mehr Menschen setzen mobile Geräte oder ihren Computer ein, um Nach­richten, verpasste Se­rienfolgen oder YouTube-Filmchen zu kon­sumie­ren. Das Problem der TV-Hard­ware-Hersteller: Der Absatz läuft zwar gut, aber die Gewinnmargen sind so gering, dass es schwer wird, davon neue Innovationen zu finanzieren, zum Beispiel eine standardisierte Sprach­steu­erung. Es zeichnet sich ab, dass die Computerindustrie das verlorene Terrain in den kommenden Jahren komplett besetzen wird.

 

Die Fußball-EM 2012 bescherte dem Doppelschirm-Fernsehen einen enor­men Schub. Der Kurznachrichtendienst Twitter zählte während des EM-Finales 16,5 Millionen Tweets. Im Durchschnitt wurden pro Sekunde mehr als 15 000 Nachrichten versendet, steht im Firmenblog. In manchen Ländern versuchte man den Traffic mit Sport-Promis zu befeuern. In Deutschland setzten beispielsweise Franz Beckenbauer und Oliver Kahn ihre ersten Tweets an die Fans ab; das ZDF beleuchtete die Premiere dauerhaft mit Expertenkommentaren.

 

Soziologen nennen das Phänomen Social TV, eine Art Public Viewing im Wohnzimmer: Obwohl man alleine ist, schaut man virtuell mit anderen Fernsehen. Neben Fußball laden insbesondere Casting- und Talkshows zum direkten Kommentieren ein. Auf diese Weise wird jeder Zuschauer zum Fernsehkritiker, der schneller veröffentlicht als jede Tageszeitung ... sogar Spiegel Online hinkt hinterher.

 

Kein Wunder, dass es für die neue Freizeitbeschäftigung bereits die ers­ten Apps gibt. Beispielsweise Couchfunk für das iPad, entwickelt von ei­nem Start-up aus Radebeul. Die beiden Gründer Uz Kretzschmar und Frank Barth bezeichnen ihre kostenlose Anwendung als persönlichen Social-TV-Service, mit dem sich Zuschauer vom Fernsehen auf völlig neue Art begeis­tern lassen sollen. Wer die App startet, bekommt eine Übersicht häufig diskutierter Programme präsentiert. Zu jedem gibt es eine Profilseite mit einer knappen Beschreibung sowie einen chronologischen Stream von Zuschauerkommentaren – sowohl solche, die auf Grundlage redaktionell gepflegter Hashtags aus Tweets importiert werden, als auch direkt über die Couchfunk-App veröffentlichte.

 

Was derzeit noch in solchen Apps fehlt, ist das Live-TV-Bild. Dann käme endlich zusammen, was zusammengehört: nicht das Netz in den Fernseher, sondern das Fernsehen ins Netz. Der Tag wird kommen.

 


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