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Festivalplakat zur Berlinale 2015
Im Februar 2015 finden die Internationalen Filmfestspiele Berlin statt, schon ab Mitte Januar wird das Berlinale-Plakat darauf einstimmen:
18.12.2014
TDC – Deadline verlängert bis 13. Januar
Für den jährlichen Wettbewerb des Type Directors Club kann man seine Arbeiten nun noch bis zum 13. Januar 2015 einreichen:
17.12.2014
Bread & Butter meldet Insolvenz an
In Folge der Absage der im Januar 2015 geplanten Messe sah sich die Geschäftsleitung gezwungen, am 16.12.2014 Insolvenzantrag zu stellen:
17.12.2014
Crowdfunding für Künstler-Schals
Für TOCA ME art & style entwarfen GMUNK, Syl Hillier, Thisisarobot, James Paterson und Mario Klingemann hübsche Schal-Designs:
17.12.2014
Die größten Kampagnen-Flops 2014 in den USA
Sehen Sie hier eine Zusammenstellung der größten Flops aus diesem Jahr in den USA in Sachen Kampagnen ...
16.12.2014
Call for entries: International Mobile Gaming Awards 2015
Der Award sucht nach den besten neuen Spielen für Smartphones und Tablets. Ende der Einreichfrist: 31. Dezember 2014
16.12.2014
Start des Wettbewerbs 100 beste Plakate 14
Ab sofort und bis zum 25. Januar können Plakate in drei Kategorien eingereicht werden:
15.12.2014
Designpreis Rheinland-Pfalz 2014
Noch bis zum 11.01.2015 sind die 19 Prämierungen im Gutenberg-Museum in Mainz zu sehen:
15.12.2014
Hand Doodle Icons
50 Symbole umfasst das kostenlose handgezeichnete »Hand Doodle Icons Set« von Roundicons.com. Via Designer in Action:
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Vom Ende der Schreibschrift

Vom Ende der Schreibschrift

04.04.2012 Autor: PAGE Redaktion


Immer zum Erscheinen der aktuellen Printausgabe der PAGE: »Die Fundstücke« von Jürgen Siebert. Freuen Sie sich über kühne Kommentare zu Trends, Entwicklungen, Ereignissen und dem ganz normalen Alltagswahnsinn eines Kreativen ... Heute: Die Schreibschrift.

 

Es gab da eine paradiesische Ecke in meiner Kindheit: Wir hatten einen Zeitschriften- und Spielwarenladen. We­nig erbaulich war dagegen, dass meine Eltern ziemlich streng waren, nein: konsequent. Ich wurde weiß Gott nicht verwöhnt, was ich rückblickend als eine nachahmenswerte Erziehungs­maxime bewerte. Ich durfte zwar jede Woche alle Comics und sämtliche Illustrierten durchstöbern, aber Spielzeug gab es nur an Ostern, zum Geburtstag und an Weihnachten. Alleine ein Deal mit meiner Mutter hätte diese Regel durchbrechen können, dieser lautete: »Für jede 2 in Handschrift bekommst du einen Lego-Bausatz.« Ich war total scharf auf diese Dinger im Wert von 2 bis 3 Mark. Die »Schönschrift« wurde damals in Deutscharbeiten, Heimatkundetests und auch in Mathematik separat benotet. Was soll ich sagen ... In den 4 Jahren Grundschule bekam ich keinen einzigen Lego-Baukasten aufgrund einer Note 2 in Handschrift. Eine 3+ war das Höchste der Gefühle, selbst da blieb meine Mutter hart.

 

Aus diesem Erlebnis habe ich gelernt, dass eine ordentliche Hand­schrift einem entweder zufällt oder man sich diese mit intensiver Schulung aneignen muss. Für kalligrafische Mätzchen hatten die Lehrer schon damals keine Zeit. Heute fehlt sie noch mehr, denn der Lehrstoff hat sich innerhalb der letz­ten 45 Jahren mehr als verdoppelt. Das Einüben einer schönen Handschrift ist jetzt Privatsache, so wie beispielsweise regelmäßiger Sport oder das Erlernen eines Musikinstruments. Und des­halb wird in den kommenden Jahren die ver­bunde­ne Handschrift in der Schule abgeschafft.

 

Der Grundschulverband, eine einflussreiche Interessenvertretung aus Lehrern, Pädagogen, Wissenschaftlern und Menschen, denen das Wohl von Grundschülern am Herzen liegt, setzt sich seit zwei Jahren für die Ablösung der Ausgangsschriften ein, von denen es drei verschiedene in den deutschen Bundesländern gibt. An ihre Stelle soll die neue Grundschrift treten, die keine Normschrift ist. Ihre an die Druckschrift angelehnten Formen sollen Kin­dern dabei helfen, die Druckbuchstaben in der Schreibbewegung flüssig zu verbinden, erlauben also unterschiedliche Verbindungen, die zudem nicht durchgängig auf dem Papier sicht­bar werden müssen.
Die Argumente der Reformer: Die Unterrichtszeit, die man spart, wenn Schüler nicht mehr zwei Schreibschrif­ten einüben müssen, kann für die Vermittlung nützlichen Wissens und nützlicher Fähigkeiten verwendet werden. Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass die meisten Menschen heute zwar mehr schreiben als je zuvor, allerdings nicht mehr mit dem Stift, sondern mit der Tastatur ... Vor allem diese Technik müsste den Kindern in der Schule nähergebracht werden.

 

Wie nicht anders zu erwarten, betrachten eine Menge »Experten« die Abschaffung der Schreibschrift an der Schule als Weltuntergang. Sprachschüt­zer, die vor Jahren gegen die Rechtschreibreform polemisierten, wehren sich nun mittels Facebook und Unterschriftenaktionen gegen das »Ausster­ben einer Kulturtechnik«. Dabei stellt nie­mand infrage, dass das Schreiben mit der Hand eine bedeutende Kulturtechnik der Menschheit ist. Nur ist sie heute kaum noch gefragt und nützlich für die Menschen – »so wie die Kulturtechnik des Reitens«, schreibt Peter Praschl im »SZ«-Magazin vom 16. Februar (06/2012).

 

Es soll ja keinem verboten wer­den, sich diese Technik anzueignen. Nur gehört sie nicht mehr auf die Lehrpläne der Schulen, weil sie fast aus unserem Alltag verschwunden ist. Zwar gibt es dazu keine aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen, aber ein Blick aufs eigene Leben und das unse­rer Mitmenschen macht deutlich, dass wir kaum noch zum Stift greifen. »Oft genug gibt es Tage, an denen das Einzige, was man von Hand schreibt, die Unterschrift auf einem Kreditkartenbeleg ist«, so Peter Praschl.

 

Böswillige unterstellen den Schreib­fans, dass es ihnen beim Kampf für den Erhalt quälender Schönschreib­übun­gen gar nicht um das Schreiben gehe, sondern um die Übung an sich, den disziplinarischen Akt. So hat jede Medaille zwei Seiten, und jede Geschichte meh­rere Wahrheiten. Aus dieser Perspektive betrachtet, könnte ich die Anekdote aus meiner Kindheit auch entgegen­gesetzt interpretie­ren: Das Schönschreiben war eine Qual, genauso wie die Abmachung mit meinen Eltern. Ich habe mich konsequent der doppelten Disziplinierung widersetzt und mich nicht verbiegen lassen. Und schon wird aus der Geschichte einer Sauklaue eine Heldensage.

 

 

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