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03.02.2012   Anna Weilberg

Im zugehörigen Heft-Artikel wird deutlicher, warum sich unsere Autorin gerade diese Tattoos ausgesucht hat.
02.02.2012   mark

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02.02.2012   Sebastian Willers

Na fein, das kommt mir sehr bekannt vor: der Schwarze Kanal kehrt zurück… Ich werde alt… verwunderte Grüße ...
02.02.2012   Deetmar

Das erste Motiv finde ich schon ok. Das letzte sieht aus wie ein mieses Japan-Schriftzeichen mit Haus-vom-Nikolaus ...
01.02.2012   victoria blocksdorf

kann ich mich leider nur anschließen - selbst ich als jemand, der sich nicht besonders gut in der materie "tattoo" ...
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Im Gespräch: Interview mit Göran Söderström

Im Gespräch: Interview mit Göran Söderström

31.03.2010 Autor: Antje Dohmann

Bei Pangea Design entwickelte der schwedische Typedesigner Göran Söderström gemeinsam mit Örjan Nordling eine neue Schrift für die schwedische Bank SEB



Göran Söderström absolvierte eine Ausbildung im Prepress-Bereich, kam dort zum ersten Mal mit der grafischen Industrie in Berührung und begann 1994 seine erste Schrift zu zeichnen. Dieses Hobby zum Beruf machte er aber erst 2006, als er sein eigenes Studio Autodidakt gründete. Seit 2007 arbeitet der 36-jährige festangestellt bei Pangea Design in Stockholm.

 

Warum haben Sie Ihre Website Autodidakt genannt? Sind Sie einer?

Ich habe keine formale Typedesignausbildung, von daher kann man schon sagen, dass ich auf diesem Gebiet ein Autodidakt bin. Lange bevor ich überhaupt wusste, dass man mit Schriften arbeiten kann, nahm ich einige sporadische Kalligrafie-Stunden. Ich habe auch einen Abendkurs am Beckmans College of Design hier in Stockholm angefangen, merkte aber schnell, dass das absolut nichts für mich ist und hörte nach ein paar Monaten wieder auf. Ich denke, dass wir eher aufgrund unserer Neugier lernen, als von einem Lehrer. Ich finde es auch besser Fehler zu machen und sie dann selbst zu bemerken, als von jemandem mit der Nase darauf gestoßen zu werden. Auf der anderen Seite unterrichte ich manchmal Leute. Was macht das aus mir? Einen Heuchler?

 

Wie haben Sie es geschafft sich selbst zu unterrichten? Mit Hilfe von Büchern?

Eher nach der Trial-and-Error-Methode. Ich habe meine Entwürfe auch vielen Typedesignern gezeigt, deren Meinung mir wichtig ist und mit verschiedenen Leuten zusammen gearbeitet. Ehrlich gesagt habe ich nicht viel Fachliteratur und in das bisschen, was ich habe, schaue ich nur selten hinein. Ich würde auch nicht behaupten, dass ich bereits Profi bin, ich hoffe mein Leben lang dazu zu lernen und nicht eines Tages aufzuwachen und das Gefühl zu haben, es gibt nichts Neues mehr.

 

Warum gerade Typedesign?

Ganz einfach: ich liebe es! Ich würde auch Schriften entwerfen, wenn ich keine Öre damit verdienen würde. Es ist immer wieder faszinierend, wie sich aus ein paar Buchstaben nach und nach ein ganzes Alphabet entwickelt und wie die Lettern in den Wörtern miteinander interagieren. Eine Schrift zu entwickeln ist ein langer Prozess, aber gerade das gefällt mir daran.

 

Wie viele Schriften haben Sie bislang entwickelt?

Insgesamt 17, mit den Fonts, an denen ich zurzeit noch arbeite. Einige davon sind in Zusammenarbeit mit anderen Designern entstanden. Gibt es eine Schriftgattung die Sie besonders reizt? Ich würde sehr gerne mal ein richtiges Arbeitstier zeichnen, also eine gut ausgebaute Serifenfamilie. Ich habe auch schon ein paar Ideen dazu, das größte Problem besteht darin, dass ich nicht das wiederholen will, was schon viele andere vor mir gemacht haben. Auch eine klare, moderne Serifenlose würde mich reizen, aber der Markt ist in dieser Hinsicht wirklich übersättigt, also muss mir erst ein anderer Ansatz einfallen. Und zum Dritten finde ich die Entwicklung von Corporate Fonts sehr spannend.

 

Das tun Sie ja häufiger in Ihrem Job bei Pangea Design, oder?

Stimmt, dort betreue ich gerne typolastige Projekte, zum Beispiel habe ich kürzlich – gemeinsam mit Örjan Nordling – eine neue Schrift für die Skandinaviska Enskilda Banken AB (SEB) entwickelt. Die Type ist nicht von Grund auf neu, sondern basiert auf der SEB Basic Demibold von Carl-Fredrik Hultenheim. Darauf aufbauend haben wir dann eine moderne Familie mit den Schnitten Light, Regular, Regular Italic, Medium, Bold und Extrabold entwickelt.

 

Können Sie trotzdem noch freie Arbeiten realisieren?

Ich arbeite nicht als Freelancer für andere Agenturen. Aber ich designe schon noch kommerzielle Schriften – alleine oder mit anderen Typedesignern zusammen – die ich dann auf meiner Website oder über Foundrys wie Fountain, Veer, PSY/OPS oder Fontshop verkaufe.

 

Und woher nehmen Sie dann noch die Zeit für Ihr Hobby Musik?

Ach, da findet sich immer eine Gelegenheit, sich ein paar Freiräume zu verschaffen. Momentan schreibe und produziere ich mit einem guten Sänger zusammen einige Stücke und spiele meinen Fender Jazz Bass in einer kürzlich gegründeten Band. Musik ist mir sehr wichtig. Sie macht nicht nur Spaß, sondern liefert mir auch neue Energie.

 

Gibt es etwas typisch Schwedisches in Ihren Arbeiten?

Ich hoffe, dass sich diese gruselige Kälte, die hier im Winter herrscht, nicht in meinen Arbeiten widerspiegelt. Nein, im Ernst, ich bin wohl zu schwedisch um das zu beurteilen. Vielleicht können Sie mir das sagen?

 

www.autodidakt.se

www.pangeadesign.se

 

Für die schwedische Supermarktkette ICA überarbeitete Göran Söderström das Logo


 

Die FF Dagny basiert auf der DN Grotesk, die Örjan Nordling 2002 für die schwedische Zeitung Dagens Nyheter entwickelt hatte


 

Pilo Regular entstand für Pilo Bold me, ein kreatives Kollektiv bestehend aus Kenneth Pilo, Mårten Fischer, Ray Larabie und Göran Söderström (www.pilo.se)


 

Etwas später kam dann die Pilo Thin, das Gegenstück zur Pilo Regular heraus


 

Geometrische Exaktheit und ein Schuss Retro sind die Zutaten, aus denen Göran Söderström die sechs Schnitte der Trentor gestaltete: Light, Regular und Bold jeweils mit einer Inline-Variante


 

Kurz darauf schuf er die Script-Version der Tentor


 

Navelfluff startete als Experiment, bei dem Göran Söderström herausfinden wollte, wie man Buchstaben flauschig aussehen lassen kann. Aufgrund der unzähligen Ankerpunkte die jedes Zeichen hat, dauerte es lange, bis der Font auch wirklich sauber funktionierte


 

Die ersten Skizzen zur Exemplar zeichnete Göran Söderström schon 1994. Auf den Markt kam die kalligrafisch inspirierte Schrift aber erst 2008, seit 2009 gibt es die Version 2.0


 

Die Shabash ist eine sympathische Serifenlose mit orientalischem Touch. Die ersten Ideen zu dieser Schrift entstanden bei der Gestaltung eines Corporate Designs für das indische Restaurant Kashmir in Stockholm


 

Sowohl für Headlines als auch für Fließtexte eignet sich die humanistische Serifenlose Meadow


 

In den nächsten Monaten wird Göran Söderström die Familie um eine Condensed-Vaiante erweitern


 

An die Zeit des Jugendstils erinnert die Heroine. Inspiriert ist sie von der Schrift Windsor, die in vielen Woody-Allen-Filmen zum Einsatz kam

 


Passend dazu entstand der Heroine Promotion Trailer, der sich auf der Autodidakt Website herunterladen lässt


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