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14.02.2012 / Bauhaus Dessau

Lotte Cohn – Baumeisterin des Landes Israel

Lotte Cohn – Baumeisterin des Landes Israel

Bild Bauhaus

 

Die erste Architektin


Ines Sonder liest am 14. Februar im Bauhaus Dessau aus ihrem im Jüdischen Verlag erschienen Buch „Lotte Cohn – Baumeisterin des Landes Israel“
 
Es gab Zeiten, da konnte sich kaum jemand vorstellen, sich von einer Frau ein Haus bauen zu lassen. Die 1893 in Berlin geborene Lotte Cohn focht das nicht an, sie wollte unbedingt Architektin werden und war eine der ersten Frauen, die an der Technischen Hochschule Charlottenburg ihr Diplom ablegten. Sie, die dem zionistischen Milieu Berlins entstammte, zog es schon 1921 nach Palästina, als die Mehrheit der deutschen Juden noch eine »jüdische Heimstätte« als politisches Ziel ablehnte. Lotte Cohn aber widmete sich dem »Bauen für Erez Israel« und arbeite zunächst an der Seite Richard Kauffmanns in Jerusalem, bevor sie als selbstständige Architektin zur »Baumeisterin des Landes Israel« wurde. »Wir gingen daran, unsere Welt zu
formen«, hatte Lotte Cohn gesagt und entwickelte eigene Vorstellungen für den Siedlungsbau im gelobten Land.
 
Die Kunst- und Architekturhistorikerin Ines Sonder vom Moses Mendelssohn Zentrum der Universität Potsdam hat der 1983 in Tel Aviv gestorbenen Architektin eine Biographie gewidmet, die im Jüdischen Verlag (Suhrkamp) erschienen ist. Sie zeichnet darin ein außergewöhnliches Lebenswerk nach, das bisher noch nie umfassend dokumentiert wurde. Im Rahmen der Ausstellung »Kibbuz und Bauhaus – Pioniere des Kollektivs« liest die Autorin am 14. Februar 2012 um 19 Uhr im Bauhaus Dessau. Die Lesung findet in Kooperation mit dem Buchladen im Bauhaus statt, der Eintritt ist frei.



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